Die Weichthiere der Schambelen.
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Leben wahrscheinlich bis über die Stacheln hinaus ausdehnen konnten undzur Fortbewegung des Thieres gedient haben. Die Gürtel, welche dieseLöcher (Lmbulaora) tragen, nennt man die Ambulakral- oder Fnßchen-Felder. Sie laufen bei unserer Gattung um die ganze Schalenhälfte undsind mit 2 Zeilen kleiner Wärzchen besetzt (Taf. VI. Fig. 1. Zwischenje zwei Füßchenfcldcr haben wir zwei Reihen undnrchlöcherter Platten,welche die Zwischenfelder (Jnterambnlakralfelder) bilden. Bei unserer Artträgt jede Platte zwei Zeilen glatter Warzen, die etwas größer sind alsdie der Füßchenplatten und von denen nur die äußere bis nach oben reicht,die innere früher verschwindet. An diesen Warzen sind die nadelförmigen,fein gestreiften Stacheln (Taf. VI. Fig. 1. o., vergrößert I.) befestigt. DieMundöffnung ist von fünf vorn zugespitzten Zähnen umgeben (Taf. VI.Fig. 1. b.), welche in der Mitte zusammengehen und zum Berkauen derNahrung, die wahrscheinlich aus Seetangen bestand, gedient haben.
Von dieser Art finden wir in der Schambelen ganze Familien, alteund junge, beisammen; sie hat daher unzweifelhaft an dieser Stelle gelebt;von einer zweiten Seeigelart (Oiäaris xsllollotl tzuonst.) sind dagegen ersteinzelne Stacheln hier gefunden worden.
b. Weichthiere.
Wo die Felsen die von der Brandung an's Land geworfenen Seethiereeinschließen, treffen wir in denselben öfter ganze Haufen von Muscheln undSchnecken in buntem Durcheinander. Nicht so in der Schambelen. Zwar sinddie Mollusken nicht gerade selten, doch meist nur vereinzelt und nur diekleine Feilcnmuschel zuweilen haufenweise bcisammcnlicgend. Auch sind siein geringer Artcnzahl. Es hat ihnen offenbar diese Lokalität nicht sonderlichbehagt, wohl weil das Wasser zu schlammig und zu brackig war. Die an-sehnlicksten Arten gehören zu den Ammoniten. Am häufigsten sind der^inmonites lonAchontinus und plauorbis 8o^v. ; der letztere kleinund platt und in der That wie eine Planorbis aussehend (Fig. 36.), dererstere dagegen eine sehr beträchtliche Größe erreichend. Das Fig. 35. ab-gebildete Stück hat einen Durchmesser von nahezu ck Zoll; andere Exem-plare waren gar viel größer und erreichten wahrscheinlich einen Durchmesservon mehr als 1 Fuß. Die meist wohl erhaltene Schale ist von starkenQuerrippen durchzogen, welche gegen den Rücken hin sich verflachen undverwischen, während sie bei dem nahe verwandten .V. anZu1»tus Letck.,welcher in der Schambclcn auch, aber seltener vorkommt, bis auf denRücken reichen; in der äußersten Windung großer Stücke sind übrigensbei beiden Arten die Schalen glatt. Bei manchen Stücken bemerken wir an