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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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Die Zeit der Kreidebildung.

thümliche Gruppen (so die Rhotomageiises und Mammillati). Die Fig. 119bis 123 stellen einige dieser Hauptformen unseres Krcidemeeres dar. DerIlugarlliauus Ord. (Fig. 122.) und intlutus 8orv. (Fig. 120.) findRepräsentanten der Kamin-Ammoniten. Der Rücken hatte einen scharfen,fortlaufenden Kiel, während die Seiten von gebogenen, zwei- bis drei-spaltigen Rippen durchzogen sind. Der Hu^ai-Lianns findet sich im Gaultdes Jura und in den Waadtländer - und Savvier-Alpcn, wurde aber auchin den Karpathen und im KaukasnS, ja anderseits selbst in Venezuela ent-deckt, war also wohl über das ganze Kreidcmcer verbreitet. Auch der in-tl-itus hatte zur Gaultzcit weite Verbreitung und läßt sich am Norduser vomSentis bis zum Kanton Waadt verfolgen, und war auch an der Jnraküftc(an der Perte du Rhone und in Ste. Croir) zu Hause. Der lH-olliiI-ovm. (Fig. 123.) gehört zur Gruppe der Rhotomageiises, bei welchen derRücken statt des Kieles eine Reihe von freien Warzen trägt. Er zeichnetsich durch die sieben Reihen von Warzen aus, welche gar zierlich auf derSchale vertheilt sind. Er gehört auch zu den weit verbreiteten Arten dermittleren Kreidezeit (Gault); er wurde bei nnS an der westlichen Felsen-kante des Hintern Glärnisch (dem Nebclkäppler), auf der Käserenalp imKanton Schwyz, in den Waadtländer-Alpen und im Jura (Ste. Croir undPerte du Rhone ) gesammelt. Bei den Warzen-Ammoniten (Mammil-lati) ist der Rücken glatt, aber jederseits von einer Reihe von Warzen ein-gefaßt. Der H.. MLllimillrrtns Leblotlb. (Fig. 119.) erscheint in derSchweiz zuerst im Apticn (an der Perte du Rhone ), erhält aber erst imGault seine volle Entwicklung (in den Alpen der Kantone Bern und Schwyz und im Toggcnburg), verschwindet aber hier, wie in Frankreich , währenddieser Zeit, wogegen er in England und Deutschland sie überlebt hat.

Eine der artenreichsten Gruppen bilden die winkelrippigen (dieAngnlicostati), bei denen die scharfe» Rippen ohne Unterbrechung ausden runden oder flachen Rücken sich fortsetzen. Der Llilletianus Orb.(Fig. 121.) ist die häufigste Art derselben bei nnS im Jura und Alpen (hier am Kistenpaß, am Sentis und im Kanton Schwyz gesunden) undzugleich eine der Arten, welche bis nach Südsrankrcich, anderseits überDeutschland bis zum gallo-britannischcn Meer verfolgt werden kann. Ererreicht eine sehr beträchtliche Größe und an der Perte du Rhone sindExemplare von 17 Zoll Durchmesser gefunden worden. Er unterscheidet sichvorzüglich durch seinen flachen Rücken und die abwechselnd kürzern undlänger» Scitenrippen.

Den winkelrippigen nahe verwandt sind die Ligaten, bei welchenaber die Rippen an dem runden Rücken schwächer werden oder in Streifen