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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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255
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Thierwelt des Nummulitcnmeeres.

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Für die Kenntniß der Seeigel dieser Zeit ist die liegend von Pberg,ini Hintergrund des Sihltbales (Kanton Schwvz), sehr wichtig geworden;denn nirgends ist bis setzt in der Schweif eine Stätte geninden worden,wo sie in so großer Zahl nnd i» so reicher Mannigsaltigkeit heisaminenliegen. Os muß diese Stelle des eoeeiien Meeres ihnen hesonders günstigeBedingungen zur Umwicklung dargcholcn haden, wie denn überhaupt dieSeeigelfanna zu dieser Zeit noch in vollster Blüthe stand. Bon den 32Arten, welche dis jetzt aus der Bninmnlitenbildnng der Schweif bekannt,sind 2st in der liegend von Bberg gesammelt worden. Us vertheilen sichunsere Arten in Ist Uiattnnge», von denen die einen ans der Kreide indas eocene Meer hinüber reichen (so Prcnaster, Periastcr, Hemiaster, Uono-clvpus, trchinantbns, Uassidnlns, Bnelevlites, Uchinoevamns nnd Pscndo-diadcma), die andern aber (so Manovnenstes, Ambli'vvgns, lrchinolampas,(rchinopsis und Bnlliia) erst zu dieser Zeit beginnen nnd großentheils antdie Tertiärevoche deschränkt sind. Die Mehrzahl der Arten ist unserem Bindeeigenthümlich; süns sind indeß aus dem Uirobkalk von Paris und drei ans derKrimm bekannt. Die größten Arten schließen die Uiattungen Uvnoclvpnsnnd Linkbia ei». Bei der erster» ist die Unterseite der Schale flach odersclbst konkav, die Oberseite aber oval oder kegelförmig. Der U i n si ed lc r-Kegeligel (Oonoolv^iu- »»»elioioio -V^.) gehört zu den hänfigsten Artenin Pberg und hat einen Durchmesser von 2 Zoll; noch größer ist der Lcmn-indem dieser sogar einen Durchmesser von '/? Fußerreicht. Us ist dieß zudem eine sehr weit verbreitete Art, indem sie auch inAegvpten nnd in der Krimm gefunden wurde. Bei der Ustrltnng ^inthiasind die Ambnlakralfcldec von einem hervorstehenden Band nmbordet unddie ganze Schale ist dicht mit kleinen, in leichten Bcrticfungen sitzendenWärzchen besetzt. Die Istmbi.i 5lo>-. hat einen Durchmesser von

etwa 3 Zoll und gehört ;n den eigenthümlichsten Formen unseres Nnm-mulitenmeeres.

Die Miedertliiere trete» uns in demselben in große» Krabben ent-gegen. Uine Art (Ooncoi- ,»>iic:t>!l!,tn>- ist in vräcbtigen Stücken am

A,edc>born am Tbnnersce gefunden worden. Der Brnstschild hat eine Breitevon etwa 80 Millimeter nnd ist an der vorder» Seite mit Zahnen besetzt;auch der Stirnrand ist mit vier Zähnen versehen. Die Oberseite der Schaleist ganz dickt mit seine» O'rübeben bedeckt. Die lange» Schecren laufen vornin zwei starke Finger ans, die nur schwach gekrümmt sind. Der umgeschlageneSchwanz ist bei den Uinc» (den Männchen) schmal, bei den Andern (denWeibchen) aber von beträchtlicher Breite. Auch in der Bnniinnlitenbildnngvon Brüllisau im Kanton Appenzell wurden ein paar Krabbenarten (X-rn-