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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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Die coccricn Gebilde der Schweiz .

wunden haben wie ihre Vettern in den tropischen Urwäldern der Jetztzeit.Auch die Palmen fehlten nicht, doch sind erst die Blätter einer kleinenFächerpaline, ein paar Blüthenscheiden und Früchte, die denen der Cocos-palme ähnlich sehen, gefunden worden. Wie in unserem eocenen Jura hausteauch am Mt. Bolca eine Riesenschlange, welche dieselbe Größe wie diennsrige gehabt hat.

Eine ähnliche Flora wie der Kalk des Mt. Bolca schließt der weißeThon der Alumbav auf der Insel Wight ein und ich erinnere mich mitlebhafter Freude des Tages (1. Oktober 1861), an dem mir dort vergönntwar, diese Bilder uralter Zeiten aus dem Felsen herauszunehmen. Alsdiese großen Feigen- und Lorbeerblätter, das zackige Laub der Aralien(H,. xrimiZenia), die scharf gezahnten Blätter immergrüner Eichen und derDrvandren, die zarten Zweige der Mammuth-Bäume und die zierlichenFiedern der Kassien und Caesalpinicn vor mir sich ausbreiteten, wurde ickunwillkürlich in jene alten Zeiten zurückversetzt, in der diese Bäume undSträucher in üppiger Fülle das Ufer bekleidet haben. Die donnernde Bran-dung des nahen Meeres, welches seine Wellen in die einsame, von hohenFelsen umgebene Bucht hineinwarf, steigerte diese Illusion, denn so mußes hier schon zur eocenen Zeit gewesen sein, so aber damals auch bei uns,und während ich so hinaus blickte in die unendliche Fläche des Oceanes,war es mir, ich sei am User des Meeres, das einst unser Land bespült,und umgeben von dem wunderbaren Urwald, der einst in seinen Gewässernsich gespiegelt hat!

Rückblick.

Wir sind von den Glarner-Schiefcrbrüchcn, als der bekanntesten Bil-dung der eocenen Zeit in unserem Lande, ausgegangen, haben uns bemühtdie Gebirgsformation, der sie angehören, zu ermitteln und dann gesucht,unseren Blick über sämmtliche Gebilde, welche in diesem Weltalter in unsermLande entstanden sind, zu erweitern. Wir haben gesehen, daß dieses Welt-alter sich unmittelbar an das der Kreide anschließr und den Namen deseocenen, auch wohl nntertertiären, erhalten hat, indem überall, wo dieLagerungsverhältnisse ungestört geblieben sind, die Meercsniederschläge dieserZeit unmittelbar auf der obern Kreide anfliegen und die Thiere, die sieenthalten, mit solchen anderer Länder die meiste Uebereinstimmung zeigen,welche der eocenen Periode angehören. Am schönsten entwickelt sind dieNiederschlägt dieser Zeit in der Gegend von Paris, von London und aufder Insel Wight und da, wie sich erwarten läßt, auch am sorgfältigstenftndirt worden, so daß sie uns die meisten Ausschlüsse über die Auseinander-