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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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267
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Rückblick.

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folge der Schichten und deren organische Einschlüsse geben. Man hat diesehr zahlreichen Schichten zunächst in drei Gruppen gebracht und diese alsUnter-, Mittel- nnd Ober-Eocen bezeichnet. Zum Untereocen gehörendie Thonschichten, welche den Untergrund von London bilden (der London-thon); znm Mitteleocen die darauf liegenden Sand- nnd Thonlager,welche im südöstlichen England nnd namentlich auf der Insel Wight ingroßer Mächtigkeit auftreten und dort als die Bagshot- und Braklesham-Lager bekannt sind, wie ferner der Grobkalk, welcher den Hauptbausteinfür Paris liefert; znm Obercoecn die an Versteinerungen sehr reichenThon- und Sandschichlen von Bartvn und der Insel Wight , auf welcheals oberstes Glied die Lager von Bembridge folgen. Diesen entsprechenim Pariserbeckcn die - Gvpse des Montmartre, während den Barton-lageru die Sande von Beauchamp. Vergleichen wir nun unsere eocenenBildungen mit diesen sicher bestimmten englischen und französischen, so er-halten wir folgende feste Anhaltpunkte: 1) die Nummulitcnfauna der Kan-tone Unterwalden, Schwyz (von Jberg u. s. w.), St. Gallen , AppenzelUund die Säugcthiere von Egcrkiugen gehören derselben Zeit an wie derPariser-Grobkalk und sind sonach mitteleocen; 2) die Nummnlitensauna derRalligstöcke repräsentirt die untere Stufe (die Bartonische) des Obereocen;3) die Täugethierfauna von Mauremont nnd ObergöSgen stimmt mit derdes Pariser-Gppses überein nnd gehört in die obere Stufe des Eocen. Danach Professor Escbcr von der Linth die Fucoidenschiefer in Jberg aus demdortigen Nummnlitenlager aufliegen, so müssen sie jünger sein als dieses;sie müssen daher in's Obercoccn gebracht werden nnd die Wahl bleibt unszwischen der Bartonischen und der Pariser-Gupsstnfe. Die Matterschieferdagegen sind wahrscheinlich untereocen und füllen so die Lücke zwischen derNnmmulitenbitdung nnd der Kreide aus. Wir schließen dieses aus dem Ver-hältniß ihrer Fauna zu der des Mt. Bolca. Die Flora des letztem zeigtmit der Mittcleoccnen von Alumbap einige übereinstimmende Arten und istwahrscheinlich ebenfalls mitteleocen. Da nun die Fischfauna von Matt, wie wirdieses früher erörtert haben, gegen die des Mt. Bolca dagegen nur >/?ausgestorbeuc Gattungen * enthält, so ist sie wahrscheinlich älter als die desMt. Bolca und muß dann in die untereocene Abtheilung eingereiht werden.Immerhin ist diese geologische Stellung, die wir den Matterschiefern hier

* In neuerer Zeit ist eine derselben lPalaeerhynchus) in den untersten Molasseschichten(im Untermieten) unfern Traunstein in Bayern entdeckt werden. Die Art (?. j-i^nteus^Vaxn.) zeichnet sich durch ihre sehr langen Strahlen der Rückenflossen aus und erreichtedie Größe des Langschnäblers-