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Das Molasscnland der Schweiz .
bezeichne» IMS im Bernerjura an vielen Punkte», so bei Cocve, Mieconrt,Develier, Telsbcrg und RäderSdorf, wie ferner auch bei BriSlach , Darnachund Lörrach , die Strandzone; hier lebten zahlreiche Wasserschnecken undMuscheln, und ganze Herden von Seekühen lagerten am felsigen Ufer undhaben wohl manche Kämpfe mit den gewaltigen Hansischen bestanden, welchediese Küsten besuchten. Ihre Zähne und Knochen gelangten mit den vielendurch Bäche herbcigeschwcmmten Holzstämmen und Bruchstücken des um-liegenden Jurakalkes in den Schlamm des Ufers, der nun zu einem kalkigenSandstein geworden ist. Stellenweise hat er ganze Herden von Austern über-schüttet, die nun in einen gelben Kalkmergel eingebettet große Bänke bilden.Während der gröbere Schutt in der Nähe des Ufers liegen geblieben, hatsich der feinere Schlamm und Sand auch über das Innere des Meerbeckensverbreitet und erzeugte einen feinkörnigen Sandstein und blauen Mergel.Es bildet derselbe die tiefern Schichten des Bodens, auf welchem die StadtBasel erbaut ist.
In der darauf folgenden Zeit begegnen uns zuerst bunte, meist rotheMergel, welche* über das Flachland zwischen dem Jura und den Alpen sichausbreiten und wohl in ruhigen süßen Gewässern sich abgelagert haben.Sie enthielten, wie cS scheint, viel Eisensalze, welche vielleicht mit dereocenen Bohnerzbildung in Zusammenhang stehen und die bunten Farbender Mergel erzeugten. Das ganze Land erhob sich nur wenig über die Mceres-fläche und über die tiefe Einscnkung längs der Alpen verbreitet sich eineLagune mit Brackwasser, welche uns in der Gegend von Luzern zin Horw und Winkel) und bei Ralligen am Thunersec eine Zahl von Brackwasser-thieren weist. Aber auch bei Huttwvl sKantvn Bern), bei Pverdon, beiBelmont (im Thal der Paudcze) und bei St. Sulpicc am Gcnfersee wurdeeine Brackwafferschnecke zdas Leritbluin lunrALritaceum) gefunden, welchezeigt, daß Streifen solchen salzigen Wassers die Niederung durchzogen. DasLand scheint anfangs nur ein spärliches Pflanzenklcid besessen zu habenund tritt uns in den bunten Mergeln erst in wenigen Arten, von deneneinige Palmen, Brustbeersträucher und Drvandren hervorzuheben sind, ent-gegen; allmalig aber entfaltete sich eine überaus reiche, herrliche Vegetation,welche die zweite Molassenstufe auszeichnet. In den Niederungen entstandenausgedehnte Torfmoräste, welche kleinere und größere Seen umschlossen. Einsolcher erstreckte sich von Cherbres (in der Gegend von Vivisl bis an die Pau-deze <bei Lausanne ); ein Bach mündete bei Monod (in der Nähe von Cher-bres) in denselben und führte ihm die großen Schlammmassen und die Kalk-gerölle zu, welche jetzt die Pslanzcnreste jener Zeit umschließen. Der Nord-saum -unseres jetzigen Alpengebirges war wahrscheinlich von einem großen