Buch 
Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
Entstehung
Seite
320
JPEG-Download
 

320

Die Flora der Molasse.

gesägten Blätter gehören in den Sandsteinen von Lausanne , des Aldis unddes Jrchcls zu den häufigsten Bersteinerungen. Sie bildete ohne Zweifel,wie die Balsampappcl, große schönblättrigc Bäume. Eine eigenthümlicheorientalische Gruppe bilden die Lederp appeln, welche hohe Sträuchermit immergrünem, lederartigcm Laub darstellen. Au denselben Zweigen sinddie untern Blätter gezackt, während die weiter oben stehenden ganzraudigund länger sind (Fig. 166). Es findet sich die eine Art mut»l,ilis dir.)

Sig. >67.

Fig. 169. Fig. 168. Fig. 166.

Fig. 166. populus mulitdilis tto. in ^2 natürlicher (Kroße, von Oeningen. Fig. 167. plsneraLU. Zweig mit Frucht von Meningen. 168 Clmus »rsunü Nr. von Meningen, g. Blatt,b. Frucht. Fig. 169. .>1; ri^s <LttlN8vN5is ür.

bei uns nur in der obern Süßwasiermolasse, wogegen die andere (die naheverwandte k>. Osullini in der untern Molasic von Lausanne erscheint.

Erstere gehört zu den häufigsten Oeninger^Pslanzen, von der wir die Blüthenund Früchte und prächtige beblätterte Zweige erhalten haben. Ich habe einePlatte von 1 Fuß Höhe und 1>/? Fuß Breite vor mir, auf welcher ein mehrfachverzweigter beblätterter Ast so schön sich ausbreitet, als wäre er eigens für diesesuralte Herbarium zubereitet worden. Es steht diese Art der einzigen lebendbekannten Lederpappel (der v. eupllratiea 01., zu der wir die älvoisikoliaSellr. als Varietät bringen) so nahe, daß sie unbedenklich als ihr Urahneangenommen werden darf. Die einzigen Unterschiede (daß der lebenden Artdie großen Blattformen fehlen, ihre Früchte größer und dabei die Aehren-spindeln dünner sind) sind der Art, daß es sich fragen kann, ob sie zur