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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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321
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Hainbuche». Haselnuß. Eichen. 22 <

Artlrennnng genügen. Die enphratische Pappel wächst an den Flüssen Me­ sopotamiens , in Kurdistan , in der Songorci und in Chiwa, aber anch anden Usern des Jordans bei Jericho , nnd bildet da etwa 8 Fuß hohe Sträucher.

Die große Ordnung der Kätzchen träger (Amcntaceen) ist in unsererFlora in 90 Arten nnd in 7 Familien repräsentirt, von welchen die derEnpnliseren die hervorragendste Stellung einnimmt. Es begegnen nnSda mit Ausnahme der Luche alle Gattungen der europäischen Flora, dieHainbuchen, Ostrvcn, Haselnuß und Eichen. Die drei erst genannten Gat-tungen sind indessen selten, obwohl eine Art Hainbuche (Osrxinusgraiutis dlriA.) und eine Haselart (Oorvlus Älao eLuai'ril I>'ord. » 1 >.,6. gi-ossallentatu Ilr.) eine weite Verbreitung über einen großen Theil desuns bekannten TertiärlandcS gehabt hat. Um so wichtiger sind die Eichen,welche in einem wunderbaren Reichthum an Arten auftrete», von denen in-dessen keine massenhaft erscheint. Unter den 35 von mir beschriebenen Artenvermissen wir die jetzt bei uns einheimischen Tvpcn gänzlich; es sind sästdurchgehendS lcdcrblättrige Eichen mit zum Theil ganzrandigcn, zum Theilschars und dornig gezahnten Blättern, wie solche jetzt in Amerika nnd inden Miltclmeerländern vorkommen. Von den 20 Arten, welche mit Jctzt-lebcnden verglichen werden können, sind 13 als amerikanische, 5 als mittcl-mcerische nnd 2 als persische Formen zu bezeichnen. Die Erster» sind nichtnur die sormenreichstcn, sondern zugleich auch die ant weitesten verbreitetenArten. Wir erblicken unter denselben Arten mit ganzrandigen, langen, lan-zcttlichew Blättern (so die Huorous neriliolia U>-.), ähnlich der weiden-blättrigcn tzusi-cus xlielloN ch.; andere mit schars gezahnten Blättern (so dieweit verbreitete (j. kureivervis Rossm. sp., (j. loireliitis nnd die <). Drv-meia I7irA.), welche merikanischen Formen (der (ch Sartorii I.iebm. und I-riiol-koliL 8eül.) entsprechen, nnd wieder andere, deren Blätter in große stumpfe(<B Luelril 5Vsb.) oder spitzige Jacken ((j. crueiatrr /O Ur.) getheilt sind,wie bei der (s. kaleat-r >UeN. Die mittelmcerischen Formen entsprechendenArten (w die <T- scloroplivlliiiir II,., die (j. mockiterranea IIiiA. nnd Ilügen-baeln Ilr.) haben steif lederartige, schars gezahnte Blätter, wie die coe-

eisorrr 1^., <2. pssutloeooeiisi-o Desk. Nltd (j. irutleosa. Brot.

Die Eichenwälder unseres mioecncn Landes müssen daher eine ganzandere Tracht gehabt haben als die der Jetztzeit dicßscitS der Alpen , wo-gegen die Erlen und die Birken wohl die Bäche und Flüsse mir ähn-lichen Baumfvrmen umsäumt haben, obwohl wir unseren nenn mioccnenArten keine ganz nahe verwandten einheimischen znr Seite stellen können.Am häufigsten ist unter den Erlen die kleinblättrige Zroeilis ck'nx.;

sehr selten bei nnS die .V, ?p., welche in Deutschland sehr

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