Seerosen. Myrten. Linden.
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Daß unsere miocenen Seen wenigstens in der Umgebung von Lau sanne mit großen Seerosen geschmückt waren, zeigen uns die prächtigenBlätter, welche an der Pandezc gesammelt wurden. Es kommt dort eineeigentliche, unserer weißen Seerose ähnliche Numphaea (dl. LliurxontieriIlr.s, dann aber auch ein Nclumbium «X. Uuolrn Ltt.) vor. Dieses hatschildförmige Blätter gehabt, deren Fläche wahrscheinlich wie bei den lebendenArten sich über das Wasser erhob, während sie bei den Seerosen aus demWasser schwimmt. Wir haben an der Paudeze nicht nur diese Blätter, son-dern auch die Wnrzclstöcke von Nymphaea und von Nclumbium. Bei derSeerose sind sie dick und ringsum mit den großen Blattnarben beseht, wäh-rend sie bei den Nelnmbien ganz glatt und nur stellenweise mit Büschelnvon Wurzeln besetzt sind, von welchen die Blätter aufsteigen. Nach Analogieder lebenden Arten hat die Seerose wahrscheinlich weiße, das Nclumbiumblaßrothe Blumen gehabt.
Die schone Familie der Myrten bäume, welche jetzt nur der warmenund heißen Zone angehört, ist voraus an der Nervation der Blätter zuerkennen, indem hier ein Nerv vom Grund des Blattes bis zu seinerSpitze längs des Randes verlauft und denselben umsäumt. Ich habe siebenunserer Arten dieser Familie zugetheilt, von denen drei zu den ächtenMvrten gehören, und zwar erinnert die Schweizer -Myrte >31. >,elvo-tic-a Il,-3 lebhaft an die in den Mittelmcerländern verbreitete Art, währendeine Eng eine mit den Iambosbäumcn der Tropen und ei» schöner Mützcn-banm llRioolvpwis oceunios, IlnZ.) mit den Encalypten Australiens zu ver-gleichen ist.
In der Ordnung der Colnmniferen erscheint die Familie derLi »den bäume, indessen in unserem Lande gänzlich fremden Formen,welche auf zwei Gattungen sich vertheilen. Bon der einen (Grewia) habenwir die nieren- oder herzförmigen, gekerbten Blätter, die am hohen Rhone «zu den häufigsten Versteinerungen gehören, daher hier ein eigentlicher Gre-wienwald «von 6r. ci-enata» gestanden haben muß. Bon der andern Gat-tung sind die Früchte von besonderem Interesse. Sie sehen wie kleine Kür-bisse anS, sind aber von 5-16 Furchen durchzogen, welchen an der innernSeite Plazenten entsprechen, an denen die kleinen Samen in zwei Zeilenbefestigt sind. Sie ähneln sehr den Früchten der Apeiben des tropischenAmerika , welche wie die fossilen Früchte fast wie Seeigel aussehen; be-sonders ist dieß bei einer ganz niedern, breiten Form <der ^.. ^isoliert dir.Fig. 187» der Fall, die auch in Größe ganz mit den Früchten der ^polbuMboui-dou ^„1>I. übereinkommt. Indessen weichen sie in der Stellung derSamen ab und müssen einer eigenthümlichen, ansgcstorbenen Gattung an-