Krebse. Spinnen.
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in Europa in Flüssen und Seen lebt und über alle Mittelmeerländer ver-breitet scheint. Sie wird namentlich im See von Albano in großer Mengegefangen und zur Fastenzeit in Rom massenhaft von Vornehmen und Ge-ringen verzehrt. Sie muß schon im Alterthum eine Rolle gespielt habe»,denn sie erscheint auf alten Münzen von Agrigcnte (in Sicilien). DasVorkommen dieser Thicrgattung in Oeningen hat daher nichts Auffallendes,sie gehört eben zu den mittelmeerischen Typen, welche damals bei uns zahl-reich vertreten waren, und hat im Süßwasser gelebt. Ganz fremdartig fürdie europäische Fauna ist dagegen die Gattung der Erdkrabben (Gccar-cinus). Diese finden sich jetzt nur im tropischen Amerika , namentlich aufden Antillen, wo sie unter dem Namen „der Tulurlu" allbekannt sind. Sieleben in den Wäldern im Innern des Landes und bauen sich ihre Woh-nungen in der Erde, sie nur des Nachts verlassend, um aus Beute auszu-gehen. Einmal im Jahre vereinigen sie sich zu großen Gesellschaften undziehen in nächster Richtung dem Meere zu, um da ihre Eier abzulegen.Ist die Brüt versorgt, so kehren sie sehr geschwächt in ihre Erdlöcher zu-rück. Ob die Ocninger Art eine ähnliche Lebensart gehabt hat, ist schwerzu sagen, da zur Oeningerzeit das Meer aus diesen Gegenden verschwun-den war, vielleicht waren aber noch hier und da Salzmoräste und salzigekleinere Wasserbassins zurückgeblieben, welche diese Krabben zur Ablage ihrerBrüt benutzen konnten. Die Erdkrabbe ist in Oeningen selten, häufiger istdie Flußkrabbe; ich habe von dieser 28, von ersterer aber 11 Stücke er-halten.
b. Die Spinnen. Arachniven.
Ueber die Spinnenwelt unserer Molasse gibt uns nur Oeningen einigeAufschlüsse; indem nur in dem feinen Kalkmergcl des untern Bruches dieseweichen Thiere erhalten blieben. Aus dem obern Bruch sind uns nur zweisehr verstümmelte Stücke zugekommen. Die bis jetzt in Oeningen gefundenenSpinnen gehören zu 28 Arten, deren Verthcilung aus die Gattungen abersehr schwierig ist, da die Hauptmerkmale, welche aus der Stellung der kleinenAugen beruhen, bei denselben nicht zu sehen sind. Wir haben sie nach der
Form der Beine. Bei Grapsus ist das zweite Beinpaar (das erste nach den Scheerenbeincn)kiel kürzer als alle übrigen, diese haben breitere und stärkere Schenkel. In allen diesenPunkten stimmt das Leninger Thier zu Telphusa, wofür überdieß die Form der äußernMaxillarbeine spricht. Daß die Scheerc unbcwehrt und auch die Beine nicht mit steifenBorsten beseht sind, sind beachtenswertbc Art-Unterschiede. Das Fig. 207 abgebildete Stückstellt ein kleineres Exemplar dar; wir haben welche von doppelter Größe. Beim Weibchenist die Schwanzklappe viel breiter als beim Männchen.
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