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Schilderung einiger miocencr Lokalitäten.
und wie im Höhgau mit vulkanischen Trümmern auch Stücke von Kalksteinund Granit aus den Tiefen der Erde herausgetrieben haben. Es ist sogarwahrscheinlich, daß dadurch der Molassenboden dieser Gegend eine mulden-förmige Vertiefung erhielt, welche durch Ausfüllung mit Wasser in einSeebecken umgewandelt wurde. Daß die Vulkane des Höhganes zur selbenZeit in Thätigkeit standen, zeigen uns die Pflanzen, welche die Tuffe vonHohenkrähen einschließen, indem sie mit denen Oeningens übereinstimmen.Aber auch aus dem nördlichen Württemberg kennen wir aus der Gegendvon Ochscnwaiig (südlich von Kirchhcim) eine» dunkelfarbigen basaltischenTuff, der durch seine Pflanzen- und Jnsckten-Einschlüsse sich als eine mitOeningen gleichzeitige Bildung ausweist.
Oeningen war daher zur obermiocenen Zeit ein in vielfacher Beziehungmerkwürdiger Erdfleck. Es war eine der Hanptftärten, an welchen Pflanzenund Thiere so zubereitet wurde», daß sie für ewige Zeiten erhalten bleibenund nns nicht allein die Bildnngsgeschichte jener Felsen erzählen, sondernauch einen tiefen Blick in die Natnrwelt der damaligen Zeit thun lassen.
Ueber den Reichthum dieser Fundstätte gibt uns folgende Zusammen-stellung der bis jetzt dort entdeckten Pflanzen und Thiere Aufschluß.
Zahl der bis jetzt in Oeninge» entdeckte» Pflanzen-Arten: ^75."
Kryptogenen ck3. Polvpctalen 169.
Gymnospermen 12. Gamopetale» 66.
Monocotyledonen 57. Zweifelhafter Stellung -12.
Apetalcn 86.
Zahl der bis jetzt i n O e n i n g e n entdeckten Thier -Arten: 922.
Weichthiere 3. Fische 32.
Krebse 7. Reptilien 12.
Spinnen und Milben 29. Böget 6<?>.
i Insekten 826. Säugethiere 6.
» Von den Pflanzen Oeningens sind 1-t3 Arten auch in unserer Molassegesunden worden; die Mehrzahl aber kennen wir erst von dieser Stelle; die
* I» meiner teriiären Schweizeiflora sind 4t>5 Arien Oeningens beschrieben; seitberfind mir aber tO neue Arien zugekommen, nämlich: Smilax wse^ionii 6suä., SziarAL-nium aliernaus, ^Ivelc-e Ktueleri Itr., Lvziselites Oartatorii und zniteliellus, Lixuoni»Dainaris llr., ^Ivisino Aruoitis, libus vvclrozitiila sp., sl^rtus oontn^ensts undOraiwgus LucNinns, von denen 9 Arien auch für die Schweizerflora neu sind, so daß dieArienzabi bei dieser auf 929 Arten gestiegen ist.