Utznach. Mörschweil.
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Das Kohlenflötz von Utznach stand vielleicht mit dem von Dürnten inVerbindung, wofür ein, freilich wenig mächtiges, Schieferkohlenlager inEschenbach (zwischen Utznach und Dnrnten» spricht. Es liegt fast genau inderselben Höhe (515 Meter ü. M.). Auch bei Wangen am Buchberg, Utznachgegenüber, wie bet Kaltbrunnen finden sich fast in derselben Höhe Spurenvon Schieferkohlen. Sie machen es wahrscheinlich, daß damals der Thal-boden von einem See bedeckt war, der 90 bis 100 Meter über die Thal-sohle hinaufreichte und die User auf große Strecken hin in Sumpf ver-wandelte. Da der untere Buchbcrg von Wangen bis Griiiau aus derThalsohle aufsteigt, würde wieder ein See entstehen, wenn die zwei schmalenLücken zwischen Grinau und Utznach, und Wangen und Schübelbach aus-gefüllt würden, wie dieß wahrscheinlich zur Zeit der Schieferkohlenbildungder Fall war. Die Schieferkohleulager bezeichnen uns das alte, morastigeUfer dieses See's; zeitenweise wurde es überschwemmt; aus dem Wassersetzte sich der Schlamm ab und bedeckte das Torfland; so entstand einLettenband, auf welchem eine neue Torfentwicklung folgte, wie dieß in ähn-licher Weise auch jetzt noch in manchen Torfgründen zu sehen ist. Die Ab-lagerung der Geröllmassen, welche das Kohlenflötz decken, bezeichnet einegroße Aenderung in den Naturverhältnissen dieser Gegend, welche wir abererst später besprechen können.
Während alle genannten Kohlenlager dem Limmat - und Zürichseebeckenangehören, liegt dasjenige von Mörschweil (56^ Meter ü. M.) zwischenSt. Gallen und Rorschach im Gebiete des Bodensee's. Es hat eine mittlereMächtigkeit von cirka 2 Fuß und breitet sich über ein Areal von 20 bis^0 Jucharten aus. Es liefert jährlich etwa 50,000 Zentner Kohlen. Unter undüber demselben finden sich Lager erratischer Gerölle. In der Hüttenweid,Gemeinde Mörschwyl sind nach Pros. Deicke * von oben nach unten folgendeSchichten zu unterscheiden: 1» 10 Fuß hohen Lehm; 2) 16 Fuß erratischeGesteine, doch ohne Streifen und Politur; es sind darunter Findlinge von10 Zentner Gewicht; 3) 8 Fuß Letten mit Schieferkohle, deren Stämme auf-recht stehen; 13 Fuß erratische Gesteine mit kleinen Findlingen von höch-stens 1 Fuß Durchmesser; 5) 6 Fuß aschgrauer Letten mit einzelnen StückenSchieferkohle; 6) 17 Fuß erratische kleine Gerölle, worunter Findlinge von etwa1 Fuß Durchmesser sind. Fast die gleiche Schichtenfolge zeigt sich im Kröpfet,aber das drei Fuß mächtige Kohlenlager liegt 70 Fuß unter der Oberflächeund in einer weitem Tiefe von 15 Fuß kam noch ein zweites, weniger