-190 Die Schieferkohlen von Utznach und Dürnten.
mächtiges Lager zum Vorschein. In der östlich gelegenen Brunnenwies zeigteder Schacht von oben nach unten: 1) 21 Fuß Sand mit großen Findlingen;2) 16 Fuß aschgrauen Letten mit Schieferkohle, in welcher Baumstämmevon 6 Fuß Länge und 3 Fuß Breite in aufrechter Stellung waren; 3> 3 FußKies mit kleinen Geröllen; feinen Sand. Die aufrecht stehenden Baum-stämme bezeichnen durchweg den Ausgang des Kohlenlagers, an den andernStellen haben sie eine horizontale Lage.
Ueber die Pflanzen, welche diese Schieferkohlcn erzeugt haben, gebenuns die Ucbcrrcste Ausschluß, die wir theils in den Kohlen, theils in dendazwischen liegenden Lettenbändern vorfinden. Sie sind großentheils schlechterhalten und ihre Bestimmung ist daher schwierig; doch ließen sich 2ll Artenerkennen. Wir erblicken darunter 8 Bäume und einen Strauch. Die Bäumesind:
1) Die Fichte oder Rothtanne <Uiuus ^.bies I-.s. Wir habenschöne Fichtenzapfen von Dürnten, Wetzikon , Utznach und Mörschweil er-halten. Die meisten sind kleiner als die ausgewachsenen Zapfen des lebendenBaumes, doch finden sich darunter Stücke, welche bis 120 M. M. Längeerreichen und somit auch in der Größe nicht hinter denen unserer Fichtezurückstehen. Die kleinern Zapfen sind wahrscheinlich nicht ausgereift, habendaher auch nur kleine Samennüßchen. Die Zapfenschuppen der reifen Zapfenstimmen in Form und Größe mit denen deS lebenden Baumes überein undebenso die beiden Samen, welche unter jeder Schuppe liegen, wie das inFig. 333. -r. abgebildete Stück zeigt. Die Schuppe ist von feinen Längs-ftreifen durchzogen, vorn in ein kurzes Zipfelchen verschmälert, welchesbald ausgeraubet sFig. 333. b.j, bald aber ziemlich stumpf zugcrundet ist(Fig. 333. ».). Ueberhaupt sind die Schuppen öfter vorn etwas stärkergerundet als bei unserer Fichte und stimmen darin mit der nordrussischenFichte überein. Im frischen, feuchten Zustand schließen die Zapfenschnppenmeist fest an einander, beim Austrocknen springen fic aber aus einander undbekommen dann ein struppiges Aussehen, um so mehr, da die spröde werden-den Schuppen dann theilweise zerbrechen. Außer den Zapfen findet man inDürnten Stämme, deren Holz in seinem mikroskopischen Bau mit demjenigender Rothtanne übereinkommt; wir können daher kaum zweifeln, daß dieFichte der Schieferkohlen mit unserer gewöhnlichen Rothtanne zu einerArt gehöre.
2) Die Föhren und zwar sowohl die gemeine Föhre (Kinus sxl-vestris 1,3 als die Bcrgföhre lViuus wootaus. MII3. Die Föhrenstämmemachen in Dürnten und Utznach einen beträchtlichen Theil der Schieferkohlenaus. Sie müssen in's Torfmoor versunken sein, denn sie liegen in verschiedener