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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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569
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Schichtenbau der Alpen.

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Zig. !?S7.

vlirenspi» H. Sentis Altmann ToggenburgMeglisalp WilkhauS

Kursirsten Flumseralpcn

virabsalpcn LosiS WaUenstatt

o n j le i le I ilili j I le i lemnllei

Unterjura.Z WeiKjura.

c Sernifit.

i Sieecom.

le Schraltcnkalk (Urgon).> Nault.

m Obere Kreier,n Nummulitenkalk.o Flysch.

Ll'nth gelingen konnte, diesen gordischen Knoten zu entwirren. Das ProfilsFig. 367) zeigt uns 6 zusammengepreßte Gewölbe, die zum Theil so steilansteigen, daß ihre Schenkel bis oben parallel erscheinen. Sie sind obenmeist bis auf die untere Kreide (bis zum Neocom) gespalten, der höchste Gipfelindeß (der Sentis, 2504 Meter) wird von oberer Kreide (Sewcrkalk) ge-bildet. Die jüngsten Formationen, die in dieses GcbirgSsystem eingefügtwurden, sind der Nummulitenkalk und der Flvsch.

3. Noch verwickelter sind die Verhältnisse im Kanton Glarus , wie einBlick auf das Profil von Flums nach Trons (Fig. 368 aus StudersGeologie I. S. 423) uns zeigt. Hier haben wir im Sernfthale die früher

Fiq.

Scrnftkial Salenqrath Kärrfiiock -äausfto-k Piferten Ponteljes Trons

c

o i e

x Lias

i Neocomien.

0 Nummulitenkalk und Flvsck».

o Sernifit.e' Talkquarzit.« Jura.

a ft'ranir.

3' (Äncis.

x Tioril und Eisenerze.

(S. 24t) besprochenen Flvschgesteine, die von der Thalsohle bis zu einerMächtigkeit von mehreren tausend Fuß ansteigen. Darauf aber liegt (so amGantstock und Kärpf ) ein dem Jura angehörendes Kalkband und auf diesemmächtige FclSmassen aus Sernifit, der fast alle Gipfel der Freiberge bildet.Am Wallensce dagegen und ebenso am Glärnisch liegt der Sernifit unterden ältesten Gliedern des Kalkgebirges. Wenn man sich auch denken kann,daß der Sernifit von unter her in die Höhe gedrungen sei und so die ausFlvsch und Kalklagcrn gebildete Decke durchbrochen, auf die Seite geworfenund überdeckt habe, so bleibt doch das aus Jura gebildete Kalkbandüber dem Flvsch unerklärt und wir müssen hier wohl eine Ueberschicbungder alten Massen über die jüngern in großartigstem Maßstabe annehmen.Dasselbe verlangt auch der Schichtenbau des Glärnisch , dessen Fuß aus