wird, so werden die Schirbcl in Gestalt von Pyramiden, derenSpitzen sich im Mittelpunkt der Luppe vereinigen, auSgehauen.DaS AuSschmiedcn findet bei der Bereitung der nächstfolgendenLuppe statt. Der Proceß erfordert kräftige und geübte Arbeiter-wegen des vielen Umrührcns im Herde. Zu 100 Pfundenpreuß. Nohstahl sink 35— 36 rhcinl. Kubikfuß Holzkohlen erfor-derlich. AuS 3 Centnern Roheisen erfolgen zuweilen nur 2Centner Nohstahl, obgleich sehr geübte Arbeiter, wenn sie gutesleichtflüssiges Roheisen verarbeiten, aus 4 Centnern Roheisenauch wohl 3 Centner Rohstahl liefern. Wöchentlich können ineinem Herde selten mehr als 25 Centner Nohstahl bereitetwerden.
II. Schmelzstahlbereitung aus weißem, rohschmel-zendcm Roheisen.
Das Verfahren ist von demjenigen, bei welchem man grauesRoheisen anwendet, fast gar nicht verschieden. Nur das Verhal-ten des weißgaaren Roheisens, bei einem geringeren Grade derTemperatur in Fluß zu kommen und sich ungleich rascher zu ver-dicken, macht eine größere Beschleunigung des Processes möglichund verursacht zugleich, daß der Stahl gleichartiger ausfällt. Beidem grauen Roheisen verliert ein Theil des Eisens beim Ver-dicken zuweilen schon zu viel Kohle, während ein anderer Theilnoch sehr roh geblieben ist. Die ungleichartigere Beschaffenheitdes NohstahlS aus grauem Roheisen macht auch eine sorgfältigereBearbeitung beim Ausschweißen und AuSschmiedcn nothwendig.Der Nohstahl aus weißgaarcm Roheisen schmiedet sich leicht undbekommt weniger oft nnganze und schiefrige Stellen, welche beidem Rohstahl aus grauen Roheisen nur mit einem großen Zeit-verlust beim AuSschmiedcn verbessert werden können. Deßhalbkann ein Hammer bei grauem Roheisen nickt mehr als ein Roh-stahlfcner versehen, wogegen man bei der Verarbeitung von Spie-geleisen mit einem Hammer zu zwei Hcerden ausreicht. Beistrengflüssigem grauen Roheisen würden die Schwierigkeiten beim