26
Frischen und Ansschmicden so groß werden, daß daraus mit Vor-theil gar kein brauchbarer Rohstahl angefertigt werden kann. Beigutem weißgaarem Roheisen liefert ein Rohstahlherd wöchentlich40 — 50 Centner Rohstahl mit einem Eiscnoerliist von 25 — 27Procent und mit einem Holzvcrbranch von 17 —18 KubikfußHolzkohlen aus hartem Holz, zu 100 prcuß. Pfunden Rohstahl.Man wirst die ausgeschmicdeten Stäbe noch rothglüheud infließendes kaltes Wasser, um sie zu härten und dann leicht zer-schlagen zu können, wobei zugleich der sprödere oder härtere Stahl(Edelstahl) von dem weicheren und cisenartigeren (aus der Mitteder Luppe erfolgenden) abgesondert wird. — Auch bei der An-wendung des weißgaaren Roheisens besteht der Proceß des Noh-stahlfrischcns darin, daß die zu einer Luppe bestimmten 6 oder 7*Stücke Roheisen nach und nach an der Gichtseite cingeschmolzenwerden, und daß man, jedesmal nach erfolgtem Einschmelzeneines Stückes, die dadurch ganz oder znm Theil wieder flüssig ge-wordene stahlartige Masse im Herde, abermals bis zu einem ge-wissen Grade wieder gaar werden läßt.
Nebenstehende Figur 5 zeigt ein Stahlfeucr im Länge-
durchschnitt, so wie es im Sic-
x ist der Gichtzackcn, i die Ver-wand, m und o einzufchmclzendeRoheiscnplatten, n die Form undu die Düse.
Das Verfahren ist in den Sicgcn'schen und WestphälischcuNohstahlhütten folgendes: Dem Windstromc gegenüber schmelztman in dem stark angeheizten und mit glühenrcn stöhlen gefüll-ten Herde sechs bis sieben, 1 — 2 Zoll dicke Platten von Spiegel-eisen nieder. DaS Eisen der ersten Platte muß nur wenig Man-gan enthalten; es wird erhalten, wenn man '/z Th. Spatheisensteinund "/z Brauneisenstein verschmilzt. Die übrige» Platten bestehenaus Spiegeleisen. Die erste Platte muß so cingeschmolzen wer-