einschicken und festkeilen zu können. Diese beiderseitigen Bahnenmuffen geschliffen und polirt sein, um den Stuben ein schönesglattes Ansehen zu geben. Fig. 13 gibt die Abbildung voneinem esernen Ambos mit eingekeilter stähler-nen Bahn. Bis zu der punktirten Linie ist derAmbos in den Hammerstock, der zu dem Endemit einer gußeisernen Schale versehen ist, ein-gelassen. Zwei Löcher an der vorderen Seitedes Amboßes dienen dazu, Brechstangen hinein-Fig. 13. zustecken und den Ambos aus dem Stock zuheben. — Häufig bestehen Hammer- sowie AmboSbahn auszwei Abtheilungen. Die vorderen genau aufeinander passendenBahnen sind genau abgeschliffen und polirt und dienen znmAbrichten und Ebenen der Stäbe. Die Hinteren kleinen Hälftendagegen sind schmäler und an den Kanten abgerundet. Siebilden den eigentlichen Reckhammer, indem man den Stab inder Quere darüberlegt und derselbe mit jedem tief eindringen-den Hammerschlage ausgereckt wird.
Obgleich daS Ausrecken des Stahles im Allgemeinen durchHämmer bewirkt wird, indem man durch das Schmieden einebessere Qualität zu erlangen glaubt; so wird doch neuerlichauch häufig, besonders bei den gewöhnlicheren Sorten, dasAuswalzen sämmtlicher Stahlsorten, namentlich des Brenn-,des Guß- und des Pnddel-Stahls angewendet, und man würdeauch bei dem gewöhnlichen rohen und raffinirten SchmelzstahlWalzwerke zum Ausrecken der Stäbe anwenden, wenn ihre An-lage nicht sehr kostbar wäre, die Stahlwerke aber sehr häufig,sowohl in Deutschland als England, in den Händen kleinererWerksbesitzer sind, welche so kostbare Anlagen vermeiden müs-sen. In großen Stahlwerken findet man jetzt überall einWalzwerk.
Die folgende Figur 14 giebt einen Begriff von einemsolchen Streckwalzwerk, sowie sie bei der Stabeisenfabri-kation ganz allgemein angewandt werden, u und o sind zweiringförmig cannelirte oder mit sogenannten Kalibern versehene