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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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aber niemals über */, Zoll betragen. Nur wenn man ganzgewöhnlichen groben nnd harten Stahl erzeugen, oder wennman den Cementstahl bloß als Material zum Gußstahl an-wenden will, können die Stäbe bis ^ Zoll stark sein. Dannerfordern sie aber auch eine länger anhaltende nnd stärkereHitze, nm ganz durchgebrannt zn werden, wobei der innereKern zwar einen guten, die äußeren Flächen aber einen sehrharten und spröden Stahl geben, welcher öfter rafsinirt wer-den muß, um einen gleichartigen Stahl zn erhalten. DünnereStäbe können bei einem einmaligen Naffiniren oft besserenStahl geben, als dickere Stäbe von demselben Eisen bei einemzweimaligen Naffiniren, weßhalb bei der Anwendung dünnererStäbe bedeutend an Kosten erspart und wegen des Abgangsbeim jedesmaligen Naffiniren mehr Stahl ausgebracht wird.

Die Länge der Stäbe richtet sich nach der Länge derCementirkästcn. Weil sich der Stahl in der Glühhitze etwanm seiner Länge ausdehnt, so muß auf diese AusdehnungRücksicht genommen werden, damit die Stäbe die Kästen nichtzersprengen. Wären die .Kästen z. B. 10 Fuß lang, so dürfendie Stäbe nur höchstens 9 Fuß 11 Zoll lang angewendetwerden. Man nimmt sie aber gewöhnlich einige Zoll kürzer,damit sie nirgends die Wände der Kästen berühren. Wollteman sie noch kürzer anwenden, so würde ein Theil des Raumsin den Kästen nnnothig verloren gehen.

Das Cemcntirpulver, mit welchem das Stabciscn in denKästen geschichtet wird, muß durchaus Kohle sein oder ent-halten. Zn einer Zeit, als die Theorie die Ursache der Ver-schiedenheit des Stahls von Stabeiscn noch nicht ins Licht ge-stellt hatte, waren Noanmnr, nnd später auch Ninman, bemüht,den Einfluß mehrerer Substanzen auf das Eisen anszumittelnund durch Versuche ein Ccmentirpnlver aufzufinden, welchesdas Stahlwerden des Eisens am schnellsten und vollkommen-sten befördern. Da sie bei ihren Versuchen von keiner richti-gen Theorie geleitet werden konnten, so wendeten sie zumTheil auch Substanzen an, durch welche sie den Zweck vcr-