fehlten und das Stabeisen, statt demselben eine größere Härtemitzutheilen, zuweilen noch weicher machten. Aus seinen vielenund abgeänderten, sehr mühsamen Versuchen gelaugte Roaumnrendlich zu dem Resultate, daß ein Gemenge aus zwei TheilenRuß, 1 Kohlenstaub, 1 Asche und bis ^4 Kochsalz dasbeste Cementirpulver sei, und daß nächstvem der Graphit mitdem besten Erfolge angewendet werden könne. Daß überhauptalle Körper, in denen Kohle befindlich war, also auch Bohr-spähne von Roheisen, daS Stabeifen in Stahl zu verwandelnvermögt«:», zeigten ihm seine Versuche ebenfalls, indem manschon früher auS Erfahrung wußte, daß der reinste Eisendrahtzu Stahl ward, wenn man ihn in flüssiges Roheisen tauchteund etwas abschmelzen ließ.
Obgleich der Zusatz von Kochsalz zum Cementirpulver zurUmänderung des Stabeisens in Stahl nichts beitragen kann,so hat sich Rnaumur's Angabe doch durch spätere Erfahrungenals richtig erwiesen. Ein Zusatz von 2 —3 Procenten Koch-salz zum Cementirpulver gewährt wirklich einen Nutzen, wel-cher darin zu bestehen scheint, daß die Oxhdhant, mit welcherdie Eisenstäbe mehr oder weniger bedeckt sind, durch das Koch-salz weggebeizt wird. AuS demselben Grunde scheint Salmiaknoch wirksamer zu sein als Kochsalz. Ninman hält sich durchseine Erfahrungen zu dem Schlüsse berechtigt, daß das Koch-salz zwar dem Eisen eine größere Härte mittheilt, aber einenspröden Stahl gibt, welches bei einem sehr großen Verhält-nisse an Kochsalz in dem Cementirpulver auch sehr leicht denk-bar ist.
Der Nutzen des Zusatzes von Asche zu dem Cementir-pulver ist theoretisch nicht wohl einzusehen. Noch jetzt pflegtman dem Kohlenpulver den zehnten Theil Asche zuzusetzen undwill anS Erfahrung wissen, daß der Stahl gleichartiger undhärter wird, als ohne Zusatz von Asche. Vielleicht wirkt siebloß mechanisch, um eine schleunige Einwirkung der Kohle aufdas Eisen zu vermindern und eine gleichartigere Durchdringung