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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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1>em Härtepulver ist bei dem Härten der Feilen und Raspeln sehrwirksam und kaum dstrch ein anderes Mittel zu ersetzen. Zuden Härtepulvern hat man übrigens ebenso, wie zu den Cemen-tirpulvern, eine Menge der verschiedenartigsten Substanzen alsZusätze empfohlen. Ein recht wirksames Mittel soll das blau-saure Eisenkali sein. Die zu härtenden Gegenstände werden aufder Oberfläche gereinigt, dann stark rothglühend gemacht, ausdem Feuer genommen, mit zerpülvertem und an der Luft zerfalle-nen blausaurem Eisenkali bestreut, welches sogleich schmilzt, als-dann wieder in das Feuer gebracht, zur starken Nothgluth erhitztund in kaltem Wasser abgelöscht.

In manchen Fällen kommt es darauf an, den Stahl rechtweich zu machen, ehe er durch die Insatzhärtung den höchstenGrad der Härte erhält. Die Operation des Weichmachens desStahls nennt man das Nachlassen desselben. Die Absichtdabei besteht darin, den Stahl oder vielmehr die daraus berei-teten Gegenstände leicht mit der Feile oder mit andern Werkzeu-gen bearbeiten zu können. Man erreicht diesen Zweck durch dasbloße Glühen in dicht verschlossenen Gefäßen. Um jedoch die Lustvöllig abzuhalten, ist es nützlich, ihn mit einer Hülle zu umgeben,wozu man entweder ganz reine Eisenfeile, oder ein Gemenge von2 Theilen fein geriebener Kreide und 1 Theil Kohlenpulver an-wenden kann. Eine 6- bis Mündige, jedoch nur schwache Glüh-hitze, welche die braunrothe Glühhitze nicht übersteigt, reicht voll-kommen hin, den Stahl so weich zu machen, daß er sich mit allenWerkzeugen leicht bearbeiten läßt und nach erfolgter Bearbeitunggehärtet werden kann.

Produktion, Materialverbrauch, Fabrikations-kosten. Ein Cementirofen kann jährlich höchstens 20 Mal be-trieben werden. Eine Aorkshirer Stahlhütte von mittlerer Größeenthält drei Oefen, die so eingerichtet sind, daß sie drei verschie-dene Ladungen aufnehmen können, nämlich 240 bis 300 Ccntner,300 bis 360 und 360 bis 440 Centner, so daß die jährlicheProduktion der drei Oefen etwa 20000 Cölucr Ecntucr betra-gen kann.