Buch 
Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
Entstehung
Seite
126
JPEG-Download
 

126

belassen worden, war die erdige Materie in ein schwarzes, sehrverglastes nnd homogenes Email umgewandelt, welches, ausdem Ösen kommend, sich streckbar zeigte, wie halb erkaltetesGlas.

Art, die Tiegel zn verfertigen. Die Fabrika-tion der Stahlschmelztiegel erfordert weniger Handarbeit, alsjene der Tiegel, die in den Glas- nnd Zinkhütten angewendetwerden. Sie geschieht mittelst Formen, deren eine man in Figur20 sieht, ns ist ein innerlich sorgfältigund rein ausgebohrter, nach oben sichetwas erweiternder und an beiden En-den offener Cylinder aus Gußeisen nndvon gleicher Höhe mit den zu fabrici-renden Tiegeln, lib ist ein gußeisernerSockel (Bodenplatte), der in einen Holz-klotz fest eingelassen und mit einer cy-lindrischen Vertiefung versehen ist, inwelche das untere Ende des Cylindersna eingepaßt wird. Äm Mittelpunkte hat der Sockel eine Ver-tiefung zur Aufnahme des untern Endes des Kernes oe aus sehrhartem und schweren Holze (wie es die tropischen Gegenden lie-fern), der die innere Gestalt der zu erzeugenden Tiegel hat, unddurch den eine starke eiserne Achse hinabgeht, deren unteres Endein der besagten Vertiefung im Centrum des Sockels ruht, wäh-rend das obere Ende einen abgerundeten Kopf trägt, der die Be-stimmung hat, Schläge eines schweren Hammers zu empfangen.Ueber dem Holzkerne cv befindet sich eine kreisrunde gußeiserneScheibe, ee, die einen gleichen Durchmesser mit dem obern Endedes Cylinders an hat. Wird nun das untere Ende der Achse ,1des Kernes co in die dafür bestimmte Vertiefung des Sockelseingeführt, so bleibt zwischen dem Kerne eo in der Form as einleerer Raum, welcher genau die Gestalt hat, die man dem Tiegelgeben will.

Um nun einen Tiegel zn formen, überzieht der Arbeiterzuerst die zwei Theile Formen mit einer Schicht Oel, setzt dann