der Tiegelwand nimmt allmälig von 3 Centimeter oder 6,3 Li-nien (Dicke am obern Rande) ab. Die Untersätze (Untersetzer),anf welche die Tiegel beim Schmelzen gestellt werden, sind kleineCylinder (in Fig. 22) von 13 Centimeter (4,9 Zoll) Durchmesserund 8 Centimeter ( 3^/2 Zoll) Höhe, und die größte Dicke dergegen die Mitte etwas gewölbten Deckel der Tiegel ist 4 Centi-meter (1,8 Zoll).
Es ist wesentlich, daß die Tiegel nur sehr langsam das beimFormen zugesetzte Wasser verlieren; man läßt sie deßwegen aucheinige Tage in dem Lokale, wo sie geformt werden, stehen undstellt sie nachher auf Gestellen mit mehreren Etagen auf, die anden Mauern der Schmelzhütte, wo wegen der Nähe der Schmelz-ofen eine ziemlich hohe Temperatur herrscht, befestigt sind.
Die Verfertigung der Tiegel ist eine sehr mühselige Arbeit,und ein guter Arbeiter bringt mit 108 Tiegeln, die eine Schmelz-hütte mit 10 Ocfen beim stärksten Betriebe jede Woche braucht,wenigstens 6 Tage zu, und es ist unbegreiflich, warum man ineinem Lande, wo die Handarbeit so theuer ist, diese Arbeit nichtschon lange durch eine Maschine vermindert hat, deren Einrich-tung sich von selbst aufdringt, und bei welcher der Kern in dieThonmasse durch eine Schranbenspindel eingedrückt werden könnte,welche durch eine mit dem Sockel unveränderlich verbundeneMutter ginge.
Gießform zum Gießen des geschmolzenen Stah-l e s. Wenn der Stahl geschmol-zen und flüssig geworden ist, sowird er in gußeiserne Formen(Fig. 23) gegossen, die am obernEnde offen, am untern hingegengeschlossen sind und aus zweiTheilen bestehen, die ineinanderpassen, und die, während derStahl eingegossen wird, durchKeile zusammengehalten werden,die man mittelst eines Hammers
Fig. 23.