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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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13. Zu den feinsten schneidenden Werkzeugen, zu Feilenund zu Beuteln (dünnen Meißeln) läßt sich der Stahl rechtgut verwenden. Für alle Zwecke, welche durch plötzliche undstarke Stöße erreicht werden wüsten, hat der Gußstahl bishernoch nicht die gehörige Festigkeit gezeigt. Mit großer Härteist leider noch ein bedeutender Grad von Sprödigkeit vor-handen.

14. Aus dem eben erwähnten Verhalten des Stahls läßt

sich, bei aller scheinbaren Gleichartigkeit des hier betrachtetenStahls, dennoch auf einen nicht ganz gleichartigen Zustandseiner Masse folgern und es wird diese Vermuthung dadurchbestätigt, daß der Gußstahl nach dem Umschmelzen an Schweiß-barkeit etwas gewinnt. Wenn es indeß nicht gelingen sollte,einen guten Gußstahl, in allen Graden der Härte, durch daseinmalige Zusammenschmelzen von Stabeisen und Spiegclroh-eiscn darzustellen und wenn man genöthigt wäre, die Mangel-haftigkeit des Produkts erst durch das Umschmelzen zu besei-tigen, so würden bei diesem Verfahren schwerlich ökonomischeVortheile zu erlangen sein. ,

Die Versuche wurden durch den Tod des Herrn Stengelunterbrochen, sollen jedoch auf Veranlassung der obersten preu-ßischen Bergbehörde wieder aufgenommen werden. Wir kön-nen hier nicht umhin, allen Gußstahlfabriken, die sich reinesSpiegelroheisen zu günstigen Preisen verschaffen können, anzn-ratheu, dieses Fabrikationsvcrfahren zu versuchen, indem esdahin führen kann, recht guten und wohlfeilen Gnßstahl zuallen solchen Stahlarbeiter! darzustellen, welche den höchsten Gradder Festigkeit nicht erfordern.

Wenn von indischem Stahl die Rede ist, so denktman sich d, runter gewöhnlich die berühmte, unter dem NamenWootz vorkommende Stahlsorte, welche besonders zu den be-rühmten persischen oder orientalischen Säbelklingen das Ma-terial liefert, und durch ihre Härte, die selbst beim Anlassenwenig verliert, den gewöhnlichen Gnßstahl weit übertrifft.

Gleichwohl ist diese Benennung, wie wir im Folgenden