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die gewünschte Härte durch Ablöschen zu geben, so giebt manin der Praxis gemeiniglich demselben seine volle Glashärte,erhitzt ihn aber so lange, bis er zu der verlangten Weichehcrabgesnnken, was man
Das Anlassen (roeuiro, tomporinx) nennt. Dieß An-lassen kann mit aller Sicherheit vor sich gehen, weil eS dazu1 ) keiner Glühhitze bedarf, und weil 2 ) der Stahl in diesergelinden Hitze, die 400° nie übersteigt, verschiedene Eigenthüm-lichkeiten an seiner Oberfläche zeigt, die mit dem Hitzegradeim Innern oder durch die Masse des Stahles, bei gehörigerVorsicht, genau zusammenhängen.
So wie sich Eisen und Stahl gleich mehreren anderenMetallen an freier Luft mit "dem Sauerstoff der Luft an derOberfläche verbinden, und dadurch oxydirt werden, so geschiehtdieß bei Eisen und Stahl um so rascher, je höher die Tempe-ratur ist, bei welcher diese Verbindung erzeugt wird.
In der gewöhnlichen Temperatur ist als vermittelndesPrincip bei der Verbindung von Sauerstoff mit dem Eisenimmer das Wasser vonnöthen, und entsteht daher eine drei-fache Verbindung, die immer mehr oder weniger pulverig oderkrystallinisch, die Oberfläche des Eisens nnburchsichtlich verhüllt.
Wird die Verbindung des Sauerstoffes mit dem Eisenunter einer höheren Temperatur bewirkt, als die, in welcherdas Wasser gasförmig erscheint, und ist die Oberfläche desStahls rein und glatt polirt, so entsteht ein durchscheinenderamorphan - gasartiger Ucberzug auf dieser Oberfläche. DieserUeberzng ist bei gelinder Hitze überaus dünn, so daß er ebendeßhalb anfangs mit brillanten Farben strahlt, wird aber nichtallein mit zunehmender Hitze, sondern auch bei ungehindertemLuftzutritt immer dicker; z. B. in seiner geringsten Ticke 3,5 Mil-lionenthcile eines englischen Zolles betragend, erscheint er hell-gelb, mit 4?/, Millionenthcilchen dunkclgelb, mit 3^/, Millio-nentheilchen, karmoisinroth mit 7'/«» violett mit 8 '/,,, dunkel-blau mit 9 ^/ 7 , grün mit 10 , wieder gelb, und mit 18 Mil-lionentheilchen endlich ganz farblos.