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5 und an beiden Enden 2'/r Linien dick bleibt. Dieß bildetdann den natürlichen einfachen Damast Crivelli's.
Um künstlichen Damast z» erzengen, schneidet er die soerhaltene, aber in gleicher Dicke von 2 Linien geschmiedeteStange in 7 Theile, schweißt diese Theile wieder aufeinander,wodurch er natürlich eine Stange erhält, welche, da sie zuerstaus 20 Blättern bestand, jetzt aus 7 Stücken zusammenge-schweißt ist, daher aus 7mal 20, d. i. 140 Blättern besteht.
Er verfertigte Klingen, die aus einem Theil Eisen undzwei Theilen Stahl auf obige Weise zusammengeschweißt wa-ren, und härtere aus einem Bierteltheil Eisen und drei Vier-tcltheilen Stahl; worauf bei ihrer Härtung Rücksicht genom-men werden muß.
Härten der damascirten Klingen.
Da der Stahl der Damascener Klingen härter ist, alsgebräuchlicher Gußstahl, so ist es in der Regel im Oriente nichtgewöhnlich, den Klingen ihre größte Härte zu geben, um siesodann wieder anzulasten. Schon Tavernier erzählt in seinenReisen, daß die Perser ihre damascirten, aus dem Stahlevon Golkonda verfertigten Klingen nur kirschroth erhitzten undsie dann in Leinwand einschlügen, anstatt dieselben wie wir in'sWasser zu tauchen. Auch der englische Consul Barker zu Aleppoin Syrien erzählt, daß die Schwertfeger dort ihre Klingen ineinem Gemenge aus gleichen Theilen Sesamöl, Schaftalg,Jungfernwachs und Naphta ablöschten; aber auch da müßtensie noch einmal angelassen werden.
Der Hitzegrad überhaupt, den man diesem Stahle giebt,ist hier sehr zu berücksichtigen; beim eigentlichen DamascenerStahl darf die Hitze ein mäßiges Rothglühen oder Kirschroth-hitze nie übersteigen. Die Orientalen haben hier sehr vielErfahrung, und sie verfahren mit aller möglichen Vorsicht,nicht allein um der Klinge die rechte Hitze, sondern auch einegleichförmige zu geben. Ilm durch das Tageslicht in Beur-theilung der Farbe des Nothglühens nicht irre gemacht zu
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