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unsere Klingen mit Wachs bestreichen, und dasselbe gleichfallsüber Kohlen verrauchen lassen. Soll die Klinge sehr elastischbleiben, so müssen wir sie am besten auf einem nach ihr ge-krümmten rothglühenden Eisen blau anlaufen lassen, währendman ihre Schneide durch rasches Ueberfahren mit einer einge-schnittcncn frischen Kartoffel durch die ganze Dauer des An-lassens kühl erhält.
Lichtbarmachen des Damastes.
Jede auf diese Art gehärtete Klinge muß natürlich polirtwerden.
Man bedient sich dazu zuerst eines feinen Schleifsteines,polirt mit geschlämmtem Schmirgel mittelst eines geölten Holzes,und bräunt sie zuletzt mit Blutstein. Bei manchen Klingenvon grober Krystallisation erscheinen schon hier die ersten An-fänge von Damast. Die Klinge muß nun von jeder Spur desOeleü oder Fettes, das vom Poliren immer zurückbleibt, be-freit werden. Dieß geschieht mittelst ungelöschtem oder Actzkalk,den man zuletzt noch im Oriente mit Wasser abwäscht, in welchemTabakSasche aufgelöst war. Daß die Klinge mit den Fingernnicht mehr berührt werden darf, versteht sich wohl von selbst.
Jedes Agens, welches chemisch diese polirte und von allemFette befreite Oberfläche afsicirt, ist im Stande, das feine da-mastartige Gewebe des Stahles sichtbar zn machen. Selbst dieWirkung der Atmosphäre ist das zu thun fähig, und eine gutüberrostete Klinge wird ihr kristallisches Gefüge zeigen, wennman sie wieder polirt. Bedient man sich künstlicher Beizmittel,so kann man es als Princip ansehen, daß, je langsamer dieWirkung dieser Mittel, vorzüglich bei ächtem Damaste, ist, destoschöner und gleichförmiger die Zeichnung werde.
Im Oriente gebraucht man als oxydirendes und auflösen-des Mittel ein Salz, das auf dem Drusengebirge an einerQuelle bei Ghasir, aus zersetztem schwefclkieshaltigen Schiefer-thon auswittert und aus schwefelsaurer Thonerde und ebensolchem Eisenoxydul besteht. Dieses Salz muß in einem blei»
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