Buch 
Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
Entstehung
Seite
251
JPEG-Download
 

251

haben die Lancashire-Feilen bei gleicher Benennung einen fei-nern Hieb, als die Feilen von Sheffield. Für Erstere sindindem nur die Einschnitte des Oberhiebes gezählt werdenauf 1 Zoll Feilenlänge folgende Anzahlen derselben als derWahrheit sehr nahe kommend anzunehmen.

Gattungen des Hiebes.

Länge der Feilen, Zoll

4

6

8

12

16

20

..

56

52

44

40

28

21

LLstsrä.

76

64

56

48

44

34

Lmootli ..

112

88

72

72

64

56

«nxorüno.

216

14-1

112

88

76

64

Dagegen hat die Untersuchung verschiedener Sheffield-Feilenfolgende Resultate ergeben (ebenfalls auf 1 engt. Zoll der Länge):

Gattungen des Hiebes.

Länge der Feilen, Zoll

3

7

12

16

20

22

ILouxlr.

14

13

..

73

37

28

22

19

17

LeeonÄ-out.

40

37

32

. .

Lwootli.

117

73

61

50

43

. .

Armfeilen enthalten 10 bis 27, Strohfeilcn 15bis 25, die feinsten Uhrmacher-Feilen dagegen 140 bis190, die Uhrmacher-Zapfenfeilen sogar 230 Einschnitteauf 1 engl. Zoll Länge. Auch in allen diesen Fällen ist aus-schließlich der Oberhieb gezählt; der Untcrhieb bietet auf 1 Zollum 3 oder 4, oft (zumal bei feinen Feilen) um 6 bis 10 Ein-schnitte weniger dar als jener.

Was die Form der Feilen betrifft, so sind die meistenspitzig, d. h. gegen das vordere Ende hin stark verjüngt undselbst in eine wirkliche Spitze anslaufend; einige Arten abersind überall von gleicher Breite und Dicke, oder verjüngen sichnur wenig. Die Flächen der Feilen sind (der Länge nach be-trachtet) theils gerade, theils bauchig; das letztere ist, mit sehrseltenen Ausnahmen, bei allen Feilen von einiger Größe derFall, und hat zunächst den guten Erfolg, das Krummziehen