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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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ders von Holz, der an beiden Enden offen, aber im Innerndurch eine Querwand in zwei ungleich lange Theile getrenntist. Die eine Abtheilung hat das Maß der doppelten Nadel-länge, die andere ist gerade so lang als die Nadeln sind.Man muß folglich für jede Nummer der Nadeln ein eigenesModell haben. Der Arbeiter hält dasselbe in der rechten Handauf der einen Seite der Scheere; mit der linken faßt er aufder andern Seite das Drahtbüschel, dessen gleichgestoßene En-den er in die lange Abtheilung des Modells bis dicht an dessenQuerwand einschickt. Wenn,sonach der Schnitt unmittelbaram Ende des Modells gemacht wird, so haben die in demletzter» befindlichen abgeschnittenen Stücke gerade die erfor-derte Länge.

Die Scheere macht 21 Schnitte in der Minute; zweiSchnitte sind nöthig, um ein Büschel von hundert Drähtenzu durchschneiden, und der dritte Schnitt geht mit dem Weg-legen der geschnittenen Schachte verloren; mithin können ineiner Minute etwa 700 oder in einer Stunde 40,000 Schachteverfertigt werden, woraus 80,000 Nadeln entstehen.

Die Schachte müssen zunächst gerade gerichtet werden, dasie zum großen Theile mehr oder weniger verbogen sind. DieArbeit des Richtens geschieht mittelst einer einfachen Richt-maschine. Es werden 5000 bis 6000 Schachte dicht zu-sammen in zwei starke eiserne Ringe gesteckt, welche letzterenvon der Mitte und von den Enden der Drähte etwas entferntbleiben; das Ganze glüht man schwach zwischen Holzkohlenfeuer,um die Drähte weich zu machen, und rollt es endlich zwis cheneiner horizontalen festliegenden und einer darüber gelegten be-weglichen Platte, welche letztere (das Streich eisen) so aus-geschnitten ist, daß sie nur auf die Drähte ihren Druckausübt, nicht aber von den Ringen gehindert wird. DaSStreicheisen ist 2 Fuß lang, und am untern Ende. einer pen-delartigen Vorrichtung aufgehangen, welche an Handgriffen vonzwei Arbeitern hin und her geschoben wird. Fünf oder sechssolche Bewegungen reichen hin, das Richten zu bewerkstellige»,