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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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wobei zugleich der größte Theil des Glühspans durch die Rei-bung abfällt. Die gerade gerichteten Schachte werden nunauf der Schleifmühle an beiden Enden zugespitzt. DieSchleifmühle enthält eine Anzahl vom Wasser getriebener Schleif-steine, welche dichtkörnige und ziemlich harte Sandsteine von4 bis 5 Zoll Dicke sind. Ihr Durchmesser ist verschieden,von 6 Zoll bis 30 Zoll; durch eine an ihrer Achse befindlicheRolle und eine Schnur ohne Ende erhalten sie von einemRade der bewegenden Welle aus eine Umdrehung von solcherGeschwindigkeit, daß der Umkreis in einer Secunde 100 bis150 Fuß durchläuft: man§t nämlich die Ozölligcn Steineetwa 4000, die ZOzölligen wohl 1000 bis 1200 Umdrehungenin der Minute machen, um die Arbeit zu beschleunigen. Dervor dem Steine fitzende Arbeiter nimmt zwischen Daumen undZeigefinger der rechten Hand 20 bis 50 oder 60 Schachte(je nach ihrer Feinheit), und hält das Ende derselben an denStein, während sein Daumen durch eine Art ledernen Finger-huts geschützt ist, und er den längs seines Zeigefingers aus-gebreiteten Drähten eine rollende Bewegung ertheilt, da-mit die Spitzen rund ausfallen und genau in der Achse derNadeln entstehen.

Ein fertiger Arbeiter kann des TageS 30,000 Nadelnanspitzen. Das Schleifen muß, des Rostes halber, trocken ge-schehen; die Schleifer sind daher dem Stein- und Metallstaubeausgesetzt, welcher eingeathmet die schlimmsten Folgen für dieGesundheit herbeiführt. Unter den verschiedenen Vorrichtun-gen, durch welche man diesen Nachtheil zu entfernen versuchthat, besteht die einfachste und zugleich zweckmäßigste darin, denStein mit einem Kasten zu umgeben, der überall geschloffenist, mit Ausnahme einer kleinen Oefsnung, durch welche die zuschleifenden Dräthe eingehalten werden. Die schnelle Umdre-hung des Steins erzeugt einen Luftzug, welcher den Staubin den Kasten hinein und ferner durch ein Abzugrohr fort ineinen Schornstein reißt. Um diese Wirkung noch zu befördern,mündet sich in das Abzugrohr eine zweite, engere Röhre, welche