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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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291
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heiße Luft aus einem Ofen zuführt. Der Kasten ist aus sechsLinien dicken gewalzten Eisenplatten gebildet, damit er zugleichdie nöthige Sicherheit beim Zerspringen des Schleifsteins ge-währt.

Nachdem die Schachte an beiden Enden mit Spitzen ver-sehen sind, werden sie in der Mitte zerschnitten (halbirt),so daß sie eine doppelte Anzahl Nadeln liefern. Hierzu be-dient man sich der schon vorhin erwähnten Scheere oder einerbesonderen Halbirscheere, und der kürzeren Abtheilung desSchachtmcdells, statt der letzteren wohl auch eines eigenen klei-nern Werkzeuges ähnlicher Art. Indem die in das Modellgelegten Drähte mit ihrer halben Länge daraus hervorragen,und dieser ganze herausstehende Theil abgeschnitten wird, er-hält man lauter Nadeln von bestimmter Länge. Um diesesletzter» Umstandes sicherer zu sein, ist eS, da beim Schleifender Spitzen leicht etwas mehr oder weniger an Länge verlorengeht, vorzuziehen, daß man den Schachten ein wenig mehr alsdie doppelte Nadellänge gebe, und beim Zerschneiden derselbenerst die Spitze des einen Endes, dann die des andern Endesin daS Modell lege: der kleine Theil, welcher hierbei, nachzwei gemachten Schnitten, aus der Mitte der Schachte in denAbfall kommt, ist nicht in Betrachtung zu ziehen gegen die voll-kommenere Gleichheit der Nadeln.

Als Vorbereitung zur Bildung des Oehrs wird nundas obere Ende einer jeden Nadel ein wenig flach oder breitgeschlagen: das Pflöcken. Der hiermit beschäftigte Arbeitersitzt vor einem würfelförmigen, 3 bis 3'/, Zoll langen undbreiten, stählernen Amboße, hält mit Zeigefinger und Daumender linken Hand 25 bis 30 fächerförmig ausgebreitete Nadelnan den Spitzen fest, legt dieselben auf den Amboß und be-wirkt durch wenige Hammerschläge an allen die erforderlicheAbplattung. Weil hierdurch die Kopfenden hart werden, somuß man jetzt die Nadeln abermals ausglühen, wozu maneine große Anzahl derselben zusammen in einen eisernen Ringsteckt. Die Oehre werden gewöhnlich von Kindern verfertigt,

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