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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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nannt), welches darin besteht, daß man eine Masse von 15,000bis 20,000 und noch mehr Nadeln in eine flache blecherneMulde mit etwas concavem Boden bringt, und dieses Gefäßauf eine eigenthümliche Weise schüttelt: in 3 bis 4 Minutenist die Absicht erreicht.

Die aus Stahldraht gemachten Nadeln werden nun un-mittelbar gehärtet. Zu dem Behufe wägt man sie inPortionen von ungefähr 30 Pfund (250,000 bis 300,000Stück) ab, legt sie auf Eisenblechtafeln von 12 Zoll Länge und6 Zoll Breite, deren lange Seiten aufgebogen sind; macht siein einem kleinen Ofen für Holzkohlenfeuer schwach rothglühend,und wirft sie mit streuender Bewegung schnell in ein Gefäßmit kaltem Wasser. Letzteres wird sodann durch einen Hahnabgelassen, die Nadeln aber rafft man mit eisernen Haken oderSchaufeln zusammen, und ordnet sie durch Schütteln, auf diezuvor angegebene Weise. In England soll die Erhitzung mit-telst eines Bades von geschmolzenem und rothglühendem Bleigeschehen, wodurch allerdings eine gleichmäßigere Hitze zu er-reichen sein wird. Die geringeren Sorten, welche aus Eisen-draht verfertigt sind, werden durch Einsetzen gehärtet, indemman sie in einem irdenen Topfe oder Tiegel mit Härte, d. h.mit einem Gemenge von Ruß, geraspelten Ochsenklauen undzerstoßenen Eierschalen einpackt, einen Deckel mit Lehm aus-kittet, das Ganze im Ofenfeuer stark glüht und den Inhalt inkaltes Wasser wirft.

In jedein Falle müssen die gehärteten Nadeln durch An-lassen von ihrer zu großen Sprodigkeit befreit werden. Manverfährt hierbei auf verschiedene Weise. An einigen Orten wer-den die aus dem Härtewasser kommenden Nadeln in einer Pfanneüber Feuer getrocknet, dann in einer andern Pfanne mit Schmalzerhitzt, bis dieses verbrannt ist. In anderen Fabriken erhitztman sie auf der eisernen Deckplatte eines Ofens, bis sie dun-kel violett anlaufen. Bei dieser zweiten Methode ist es jedochnöthig, um die Anlauffarbe zu erkennen, daß man die gehär-teten Nadeln von Zunder befreie; was dadurch geschieht, daß