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man sie (bei 20,000 Stück) auf einer starken und dichten Lein-wand ausbreitet, diese walzenförmig zusammenrollt, an beidenEnden mit einer Schnur fest umbindet, in Wasser taucht undauf einem Tische mittelst eines darüber gelegten Stockes invor- und rückwärts wälzende Bewegung bringt. Die Nadelnscheuern sich durch diese Behandlung gegenseitig in dem erfor-derlichen Grade ab.
Unter den gehärteten und angelassenen Nadeln befindensich viele, welche durch das Harten krumm geworden sind. Umdiese herauszufinden und gerade zu machen, rollt ein Arbeiterjede Nadel prüfend zwischen Daumen und Zeigefinger, undrichtet sie, wenn er eine Krümmung bemerkt, mit der Finneeines kleinen Hammers auf einem stählernen Schlagstöckchen.
Man schreitet nun zum Poliren (Schauern oder Scheu-ern), welches die langwierigste Arbeit der Nähnadclfabrikationist. Auf einer Unterlage von mehrfacher grober und dichter Lein-wand schichtet man die Nähnadeln (alle parallel liegend und 7oder 8 Reihen der Länge nach an einander) in mehreren ab-wechselnden Lagen mit scharfem Sande, begießt das Ganze mitRüböl, rollt es fest zu einem wurstähnlichen Körper zusammen,bindet diesen Ballen an den Enden und umwickelt (verstrickt)ihn noch mit einer straff angespannten Schnur. Diese ganzeZubereitung erfordert Geschick und Vorsicht, damit nicht die Na-deln beim Poliren brechen oder sich verbiegen. Ein Ballen,der 1'/„ bis 2 Fuß lang und 3 bis 5 Zoll dick ist, enthält150,000 bis 200,000 und noch mehr Nadeln, und oft wer-den 12 bis 20 oder 30 Ballen zugleich auf einer von Was-ser getriebenen Maschine bearbeitet, zu deren Bedienung eineinziger Mensch hinreicht. Die Maschine zum Poliren derNähnadeln (die Scheuermühle, verderbt: Schormühle)besteht im Wesentlichen aus einem starken Tische, auf welchemdie Ballen durch Hin- und Herziehen einer starken hölzernenTafel vor- und rückwärts gerollt oder gewälzt werden, so daßdas Ganze Aehnlichkeit mit einer gewöhnlichen Wäschrolle hat.Oft ist umgekehrt die untere Tafel beweglich, und das obere