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uns die kseopteris triasioa, Ilr. (Taf. II. Fig. 7.) von Hämiken, bei welchersehr wahrscheinlich zahlreiche Blattfedern an einer gemeinsamen Spindelbefestigt waren, wie bei der ihr verwandten englischen Uoeogtoris 'lVliit-biensis Lr. Sehr zierliche und fein gebildete Blätter muß dagegen die Ue-coxteris ArnLilis Ilr. (Taf. II. Fig. 1.) gehabt haben; sie erinnert lebhaft andie tropischen Formen der Gleichenien. Zu diesen kommen noch die eigen-thümlichen Gattungen der Band- und Ncjzfarrn. Bvm Bandfarrn sindzwei Arten (tpronio^tarls lULi-rttitacc-L 8tb. und 1'. lilüiaslori Op.I im Kan-ton Basel wie im deutschen Kenpcr. Erstere hatte ein paar Fuß langefiebrige Blätter, deren Fiebern bei zwei Zoll breit und ^ Fuß lang undvon gablig getheilten Seitcnncrven durchzogen waren. Längs dieser Nervenstehen die Früchte in großer Zahl in Zeilen geordnet und so dicht zusammengedrängt, daß sie fast die ganze untere Blattscite bedecken, wie die sehrwohl erhaltenen Blätter des Nütihard (Taf. II. Fig. 5, ein Blattstück mitden Früchten, vergrößert Fig. 5. d.) uns zeigen. Während bei den Bandfarrn(TaeniopteriS) eine Krone solcher großer fiebriger, derber Blätter die Spitzedes Stammes umgab, hatte der Netzfarru (Camptoptcris) handförmigzertheilte Blätter mit einem winklig verzweigten Adernctz. Wir finden Achn-lichcs gegenwärtig nur bei Farrnkräutern der heißen Zone, wie auch diel'üLllioxtvris Iirurwiitaeog. nur mit den brasilianischen Danaecn verglichenwerden kann. Diese letzter» kommen in Küstengegenden vor, haben einenaufrechten Stamm, der mit einer Krone fiebriger Blätter geschmückt ist,deren fruchttragende Fiebern auf der Unterseite auch dicht mit Früchtenbesetzt sind.* Zwei weitere, dem Kenpcr eigenthümliche Gattungen, diewahrscheinlich zu den Farm gehören, deren Stellung im Systeme aber nocbnicht gesichert ist, bilden Elathrophyllnm und Sclerophvllina. Die erstere(0. Llsriüiw Ilr. aus dem Nütihard) hatte handförmig getheilte Blätter wieCamptvpteris und Chciropteris, aber ganz schmale ganzrandige Lappen;
* Die Dwnioi'terls innrantneou 8tyx. steht in nächster Beziehung zu Danaea, währenddie Dsuiiozitorls slünsteri 6z>. zu AngioplcriS, indem bei diesen die Früchte längs desRandeS der Fiedcrn stehen. Es kennen daher die fossilen Arten, nach Analogie der lebenden,auf 2 Gattungen vertheilt werden; da dlese aber in der Ncrvation ganz übereinkommen (wieauch die Danaeen und die verwandten Angiopteris) und erst von wenigen fossilen Arten dieFrüchte bekannt sind, thun wir besser, sie beisammen zu lassen. Jedenfalls sind sie ganz ver-schieden von ThaumatoptcriS, mit der Pros. Schenk die umruntLeLs. verbinden will,und noch mehr von Sirangeria, mir welcher Fr. Braun und De. Bornemann die Keuper -pflanze verglichen haben. Die Früchte lassen darüber keinen Zweifel. Will man sie in zweiGattungen trennen, wird am besten sein, den Namen TaeniopteriS für die AngiopteriS-artigcn beizubehalten und die Danaea-arligen als Danaeopsis zu bezeichnen.