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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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Schilderung einiger miocencr Lokalitäten

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Doch hat unsre Erde Spalten,

Die zu jenen Tiefen gehn,

Wo wir diese Nachtgestalte»

Wie lebendig vor uns sehn.

Was geschah in alten ZeitenHier im Fels geschrieben steht,

Wer die Schrift weiß recht zu deuten,Dem die Urwelt aufersteht.

Einst zu solcher hingekommen,

Aus des Schiencrberges -höhn,

Hab' ich dorten wahrgenommen,

Was bis jetzt kein Aug' gesehn.Staunend seh ich in den Landen,Schwarzer Schatten große Schaar,

Die vom Lebensschauplatz schwanden,Eh der Mensch geboren war.

Dunkel ist zwar dieses Fenster,

Das die Unterwelt enthüllt,

Zeigt uns aber nicht Gespenster ,Sondern ein leibhaftig Bild.

Wollen suchen sie zu schildern,

Diese Wesen mancher Art,

Die in wohl verschloßnen Bilder»Wurde» für uns aufbewahrt.

Laßt uns nach dem Thal erst schauen,Durch den engen Fclscnschacht,

Wo aus blumenreichen Anen,

Uns ein See entgegen lacht.

Wir seh» schattenreiche GründeUnd den stillen Fluß darin,

Der in schlangelndem GewindeStrömet »ach dem Scce hin.

Seine User dicht umgebenPappel, Weid' und hohes Rohr,lieber dem Libellen schweben,

Deren Flügel zarter Flor.