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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
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140
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Constabler,

siehe Feuerwerkergesellfchaft.

Constafel.

Diesen Namen führte eine der Zünfte der Stadt Zürich , in welche die Bürgerschaft ein-getheilt war, und zwar die wichtigste. Nach der Brunischen Verfassung gehörten zu derselbenalle Ritter und Edelleute, Gewandschneider, Wechsler, Goldschmiede und Salzleute, und diesealle wurden als Bürger im engern Sinne den Handwerker» entgegengesetzt. Alle alten, raths-fahigen Geschlechter gehörten zu der Constafel, aus ihr wurden auch später noch alle Räthegewählt, und das Panner der Stadt gehörte ihr zu. Sie lieferte die Hälfte der Mitgliederin den Großen Rath. Durch den vierten geschwornen Brief, der nach dem Tode WaldmannSerlassen wurde, ward das Uebergewicht der Constafel bedeutend beschränkt. Sie hatte nun-mehr bloß noch in den Kleinen Rath 6 Mitglieder und in den Großen Rath 18 Mitgliederzu ernennen, und bildete neben den übrigen zwölf Zünften die dreizehnte. Zu ihr gehörtenimmer noch die Ritter, Edelleute, die keine Zunft hatten und kein Gewerbe oder Handwerktrieben, ferner die Goldschmiede, Seidensticker, Glaser, Gewandschneider, Salzleute und Essen-händler, endlich die Hinterfüßen, diese indeß ohne Stimmrecht, und die Zunft führte bis aufunsere Zeiten hinab den Namen der adeligen. Weiteres über die Verfassung der Constafel,die bis zur Staatsumwälzung im Zahr 1798 fortdauerte, findet man in dem Artikel Zünfte. 3m Zahr 1803 wurde mit den übrigen Zünften der Stadt auch die Constafel hergestellt, jedochohne alle weiteren Vorrechte vor jenen.

Constanzerhäuser.

Es gab deren zwei, das eine, welches zwei Gebäude umfaßt, und an der obern Kirch-gasse liegt, hatte Ao. 1465 der Chorherr Johannes Escher dem Domstift zu Constanz verkauft,das durch einem Amtmann, der in dem Hause wohnte, seine Gefalle beziehen ließ. Das andere,welches im Oberdorf gelegen ist, kaufte sich der Bischof von Constanz für seine Gefälle imZürichgebiet und deren Bezug im Zadr 1522 an, und es wohnte biS am Ende des vorigenJahrhunderts ebenfalls ein Amtmann in demselben, später, nachdem die constanzsschen Gefällean den Staat gekommen waren, wurde das Haus vom Staat vermiethet, und es wohnte biszum Verkauf desselben 1833 als Pächter darin der RathSherr und Oberst Meiß.

Creuze, Creuzkirche,

stehe Kreuze, Kreuzkirche.

Dägerleri.

Dorf und Pfarrgemeinde, bis 1798 zu der Grafschaft Kyburg gehörig.

Das Dorf Dägerlen , daS sehr klein ist, indem es bloß 7 Wohnhäuser zählt, liegt aufeiner Höhe zwischen Hettlingen und Torlikon, 1'/- Stunden von Winterthur entfernt, nicht weitvon der Thür. Der Ort gerieth schon frühe unter die Botmäßigkeit der Grafen von Kyburg ,kam im fünfzehnten Zahrhundert mit der Grafschaft an die Stadt Zürich und wurde dem ennern