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Güldenen.
Ein Bauernhof in der Pfarrei Egg, bei welchem im Mittelalter ein Durgsiall der Edelngleichen Namens stand, die auch Bürger der Stadt Zürich waren.
Gutstener.
Solche Steuern als Abgabe von einem Gut oder von Grundstücken, die man besaß, sollen,wie unsere alten Chronisten melden, schon im 14ten Jahrhundert erhoben worden sein, und zwar1357 wegen Ankauf verschiedener Herrschaften; 1384 sei den geistlichen Stiften und Klösternzu Stadt und Land eine Gutsteuer auferlegt worden; 1388 erkannte der Rath, daß alle die-jenigen, welche nicht mit dem Panner zu Felde ziehen, von 50 Gulden 1 Gulden zu bezahlenhaben. Ein Zunftmeister Hagnauer, der sich weigerte, die Gutsteuer zu entrichten, wurdeehr- und wehrlos erklärt. Später wurden wieder in den Jahren 1468, 1599, 1628 und 1629,1646 und 1673 Eutsteuern erhoben. Diejenige von 1628, wegen gefährlicher Kriegsläufe,betrug 4 Schilling von 100 fl. Kapital. Die Prälaten und Landsaßen, die Höfe, Zehnten undZinsen im Zürichgebiet hatten, mußten von jedem 1000 fl. Kapital 1 fl. entrichten. Man schlugdie Kapitalsumme dieses letzter» Desitzthums auf 996,297 fl. 20 ß. an. Die Gutsteuer ertrugin der Stadt Zürich 7730 fl. — Die im Jahr 1646 eingezogene Grundsteuer erregte in denHerrschaften Knonau und Wädenschweil große Unzufriedenheit. Die Folgen davon siehe politischeBegebenheiten. Die Steuer im Jahr 1673 betrug von 1000 fl. einen Gulden.
Gyrsperg.
Schloß und Edelsitz in der Pfarrei Stammheim. Dasselbe liegt auf einem isolirten Reb-hügel über dem Dorf Euntalingen, und wurde im Mittelalter von Edelleuten bewohnt, welchesich Gyren von Gyrsperg schrieben, von denen einige zu Winterthur begraben liegen. Die Edel-leute sollen, wie die Sage geht, während dem Appenzellerkrieg im Anfang des 15ten Jahr-hunderts das Schloß verlassen haben und in die Gegend von Basel ausgewandert sein. Vonjenem Zeitpunkt an wechselte das Schloß häufig seine Besitzer; 1520 war es Hans von Sal,später Winterthurer , dann Peyer von Schaffhausen, von denen es 1.684 Herkules von Capol,französischer Hauptmann, von diesem Stadthauptmann Escher von Zürich, von diesem Ao. 1701Junker Major Jmtdurm von Schaffhausen für 9000 fl. kaufte, dessen Nachkommmen es 1754prächtig von innen und außen ausbessern ließen. 1756 brannte es in Folge Verwahrlosung abund wurde alsdann ganz neu und noch schöner erbaut. 1784 kam das Schloß durch Kauf anTiethelm Schultheß von Zürich . 1789 wurde ein Theil der Schloßgüter an die GemeindeEuntalingen verkauft.
Haarsee.
Diesen Namen führt ein kleiner See oder vielmehr ein bloßer Teich, der im Umfang derGemeinde Henggart mitten in einem Feld liegt. Er umfaßt bloß etwa zwei Jucharten Landesund hat die Eigenthümlichkeit, daß sich sein Wasser im Frühjahr ganz verliert und das Bettalsdann mit Hafer angesäet wird, der wohl gedeiht, und daß dann oft eben so plötzlich dasWasser wieder hervordringt und man nicht selten mit der Haferernte sich sehr beeilen muß.