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Musegg,
siehe Stiftsverwalterei.
Musikgesellschaft,
siehe Gesellschaften.
Musiksaal.
Ao. 1683 ließ die Obrigkeit der Musikgesellschaft auf dem an der Osiseite der Fraumünster-kirche angebauten, dem Kornhaus gegenüber liegenden Haberhaus einen schönen gegipsten Saalerbauen, an dessen Decke ein Gemälde, die Hirten auf den Feldern Bethlehems vorstellend,von dem berühmten Maler Johann Brandenberg von Zug verfertigt wurde. Zu diesem Saalkielt nun die Musikge-sellschaft bis auf die gegenwärtige Zeit ihre Uebungen in der Vokal- undInstrumentalmusik, gibt dort ihre Neujahrsstücke heraus u. s. f.
Musterungen,
siehe Waffenübungen.
Musihasen
hieß in frühern Zeiten ein Gebäude im Spital, welches den Namen seiner Zeit daher erhielt,weil von 1596 an dort den Armen täglich aus einem oder zwei Häfen dicke Suppe (Muß)nebst Brod ausgetheilt wurde. Diese Suppenanstalt wurde später wieder in das Augustiner-kloster verlegt. Der Mußhafen stand am Eingang des Spitals vom Niederdorf her und brannteam 14. Heumonat 1732 unter schrecklichen Umständen ab (siehe Feuersbrünste). An der Stelledes abgebrannten Gebäudes wurde kein neues ausgeführt.
Nachtmahl.
Das heilige Nachtmahl oder Abendmahl, wie man es anderwärts nennt, oder auch dieKommunion, wurde zu Zürich am 13. April 1525 zum ersten Mal gehalten, und zwar kom-munizirten an diesem Tag zuerst die jungen Leute, am folgenden Tag die im mittlern Alterbefindlichen und am Ostertag die ältesten Leute. Die Form der Zudienung des Nachtmahls warim Anfang von der jetzigen etwas verschieden, indem der christliche Glaube, der Hymnus „Ehresei Gott in der Höhe" und der 63ste Psalm von dem Volk und zwar versweise abwechselnd vonMännern und Weibern, das Amen aber von der ganzen Gemeinde gesprochen wurde. DerPrediger küßte das Agendenbuch, wenn er es aus der Hand legte. Statt des Symbols desBrodes wurde einstweilen noch die bei der Messe übliche Hostie beibehalten und erst später mitdem Nachtmahlbrod vertauscht. Das Nachtmahl wird in unserm Lande jährlich viermal gehalten,nämlich: 1) an den beiden Weibnachtstagen, 2) am hohen Donnerstag (am Charfreitag imGroßmünster und St. Peter) und am ersten Ostertag, 3) an den beiden Pfingsttagen, 4) amBettag und dem vorhergehenden Sonntag. Diese vierte Kommunion wurde erst im Jahr 1768eingeführt.
Nanikon.
Ein ziemlich großes Dorf von etwa 50 Häusern in der Pfarrei Uster , das zwischen diesemOrt und Greifensee liegt. Daselbst stand eine Burg der Edeln gleichen Namens, welche Dienst-