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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
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Träger, der in der Schlacht bei Cappel sein Leben verlor; 1531 Ulrich Cramer, 1541 CyrillusNußbeerli. Einer der nachfolgenden, ein Glarner, Egidius Trümpi, war 42 Jahre Pfarrer,nämlich von 1648 bis 1690, Kaspar Müller 44 Jahre, nämlich von 1716 bis 1760, KasparZwicki, ein Glarner, von 1786 bis 1828. — Die Kirche zu Rußikon wurde nebft dem Thurmund der Zeittafel im Jahr 1724 renovirt, der Kirchthurm abermals 1749, alsdann 1782 wiederdie Kirche, 1792 ward der Kirchthurm von Grund auf neu und solid erbaut und mit vierneuen Glocken versehen. — Das Pfarrhaus wurde 1769 ganz neu erbaut und, nachdem esvon Zürich übernommen worden, in den Zähren 1809 bis 1812 Reparaturen von ziemlich an-sehnlichem Belang an demselben ausgeführt. — Ao. 1810 erkaufte die Schulgemeinde Wylhofeine eigene Stube als Schulstube und erhielt von der Regierung einen Beitrag von 100 fl. —Gündisau erbaute 1811 ein Schulhaus und erhielt einen Beitrag von 180 Fr.

Die Gemeinde Rußikon gehörte während der helvetischen Zeit zum Distrikt Fehraltorf ,während der Mediationszeit zum Bezirk Uster, später zum Oberamt Kyburg .

Weiteres stehe den Artikel Naturbegebenheiten u. s. f.

Rutschweil.

Ein Dorf von etwa 23 Häusern, das einen Bestandtheil der Kirchgemeinde Dägerlen ausmacht. Daselbst stand im Mittelalter ein Edelsitz, dessen Inhaber aber frühe ausgestorbenzu sein scheinen.

Safran,

siehe Zunsthäuser.

Sal.

Diesen Namen führte im Mittelalter ein Schloß, das im Umfang der Gemeinde Einbrachauf einer ziemlichen Höbe ob dem Dorf Pfungen bei Stygenhof und Wagenburg, Multberggegenüber lag. Es war der Stammsitz der Edeln dieses Namens, eines mehrere Jahrhundertehindurch sehr angesehenen und reichen Geschlechts, das auch zu Winterthur verburgert warund aus welchem innerhalb 200 Jahren sechs Glieder die Würde eines Schultheißen bekleideten,zuletzt Johannes 1497, dessen vier Söhne ihm all sein Hab und Gut verschwendeten, so daßer gänzlich verarmte und 1529 im Spital starb. Laurenz von Sal blieb 1405 als Anführerseiner Mitbürger in dem Treffen bei Wolfhalden . Elisabeth« wurde 1425 Aebtissin zu Frauen-thal, Küngold 1494 Priorinn zu Töß, Susann« 1497 Aebtissin zu Schännis. Das Geschlechterlosch im Anfang des 16ten Jahrhunderts und die Burg kam gänzlich in Verfall.

Salzhaus.

DaS SalzhauS der Stadt war in frühern Zeiten das jetzige Zunfthaus zur Schmidstube,bis dann 1541 ein Theil des Kaufhauses zum Salzhause eingerichtet wurde, wo das letztereauch bisdahin verblieben ist. In den Jahren 1785 und 1786 wurde dasselbe ansehnlich renovirtund mehrere neue Zimmer darm angebracht. Das Haus diente in frühern Zeiten dem Salz-hausschreiber, später dem Salzhausdirektor zur Wohnung.

Der Salzhandel wurde schon seit Jahrhunderten von der Regierung betrieben und das