Dürsteten.
Ein Dorf von etwa dreißig Wohngedäuden in der Pfarrei Hittnau , zwischen da undBauma gelegen, gehörte bis 1798 zu den niedern Gerichten von Werdegg, in der GrafschaftKyburg. Es soll im Mittelalter bei demselben ein Edelsitz gestanden sein, der aber spurlosvergangen ist. Arnold von Dürsteten lebte Ao. 1230.
Dynhard
Dorf und Pfarrgemeinde, bis 1798 zu der Grafschaft Kyburg gehörig.
Das Dorf Dynhard, welches bloß etwa 17 Häuser zählt, liegt zwischen Seuzach undAltikon , nicht gar weit von der Thür entfernt. Der Ort hatte im Mittelalter seine eigenenEdelleute, die eine Burg besaßen. Hans von Dynhard starb 1317 als Kilchherr zu Uster . DieEdeln waren vermuthlich Tienstleute der Grafen von Kyburg , und Dynhard kam im lötenJahrhundert mit dieser Grafschaft an die Stadt Zürich und wurde dem ennern Amt derselbenzugetheilt. Im Jahr 1799 litt das Dorf im Monat Mai bei dem Rückzug der Franzosen ziemlich stark durch Plünderung, später durch Einquartierung von Oesterreichern und Franzosen ,und viele Einwohner mußten Monate lang Schanzarbeiten verrichten.
Die Kirchgemeinde Dynhard umfaßt die Dörfer Dynhard und Außer-Dynhard, Eschli-kon, Sulz und Welsikon, den Weiler Grüth und die Rietmühle, welche zwei Schnlgenossen-fchaften, Dynhard und Eschlikon , bilden. Die Pfarrgemeinde gehörte zu dem Elggäuer-Kapitelund zählte am Ende des vorigen Jahrhunderts 579 Seelen. — Die Kollatur oder der Kirchen-fatz gehörte vor der Reformation dem Ehorherrnstift zu Einbrach und kam nach Aufhebungdesselben an die Regierung, welche die Pfarrer wählte. Die ersten reformirten waren 1519erw. Wilhelm Keller, der die Pfarrstelle 32 Jahre, nämlich bis 1551 bekleidete, sodann JakobSchärer und 1553 Heinrich Duchmann. Von Dynhard gebürtig war der ausgezeichnete Sprach-gelehrte Jakob Ceporin (Wiesendanger), der zur Zeit der Reformation zu Zürich lebte undwirkte. — Die Kirche zu Dynhard, die sehr baufällig geworden war, wurde in den Jahren1731 — 1733 bedeutend renovirt und am 25. Oktober 1733 wieder eingeweiht. 1798 wurdevon der Gemeinde, mit einem Kostenaufwand von mehr als 1000 si., eine neue Zeittafel vonEisenblech gemacht, 1811 der Kirchthurm neu bestochen. Bei dieser Arbeit verunglückten am,25. Juli der Maurermeister und einer seiner Gesellen in Folge des Losreißens eines Gerüst-seiles.
Die Gemeinde Dynhard war während der helvetischen Periode dem Distrikt Andelßngen,später dem Bezirk und Oberamt Winterthur einverleibt.
Weiteres siehe den Artikel Naturereignisse, Sterbend u. s. f.
Cbersberg.
Diesen Namen führte ein Burgstall, der an dem Jrchel zwischen Schollenberg und Radeggim Umfang der Gemeinde Berg lag. Die Edelleute von da hatten ihre Begräbnisse in derKirche zu Berg. 1260 lebte Arnold von Ebersberg, der ein Tienstmann der Freiherrn vonRegensberg war, Ao. 1405 Peter, der im Dienst der Herzoge von Oesterreich im Appenzeller-krieg sein Leben einbüßte, 1415 Hans, der auf dem Konzilium zu Konstanz sich befand. Das
übrrnik der Denkwürdigkeiten. 90