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in der Geschichte keine Spur vorhanden ist. — Das andere Ottikon, ein ziemlich großes Dorfvon etwa fünfzig Häusern mit einer Kapelle, gehört zur Pfarrei Zllnau und liegt auf derHöhe oberhalb dem Kemtthal. Sicher ist, daß hier im Mittelalter eine Burg der Edeln gleichenNamens gestanden ist, welche Dienstleute der Grafen von Kyburg und Wohlthäter des KlostersWettingen waren. Von denselben lebte ein Burkhard 1248, Rudolf 1260, welcher, als GrafHartmann der ältere von Kyburg in Kleinburgund sich aufhielt, dessen Verweser zu Kyburgwar; ein Hermann 1380, ein Johannes 1390. Ueber die spätern ist nichts bekannt. Die Ka-pelle des Ortes hat zwei kleine Glocken, eine ganz glatte, ohne Inschrift, Bilder und Zahr-zahl, die sehr alt sein muß, und eine etwas größere, zierlich ausgerüstete mit der Zahrzahl1665. Bis 1804 befand sich das Wappen von Graf Hermann von Ottikon in der Kirche zuZllnau, dann wurde es ausgelöscht. Die Gemeinde Ottikon fand sich dadurch beleidigt, undes entstand zwischen ihr und dem Stillstand deßhalb ein Prozeß, der von dem Obergericht inletzter Instanz dahin entschieden wurde, es müsse das Wappen wieder hergestellt werden, wasaber nur flüchtig geschah.
Pallisaden.
Die Pallisaden oder Pfähle in dem Zürichsee , welche in Verbindung mit dem Grendel oderSeethor auf der einen Seite bis gegen Stadeldofen hin, auf der andern Seite bis zum Schanzen-graben sich erstreckten, wurden, nachdem schon im löten Jahrhundert eine innere Reihe vomSteinhof bis zum Sonnenplatz angebracht worden, 1661 errichtet und vervollständigten dieSicherung der Stadt auf der Seeseite.
Papiermühle.
Auf dem Werd oder der kleinen Insel in der Limmat, die unten in der Stadt Zürich liege undanfangs ganz öde und leer stand, wurde gegen die Mitte des löten Jahrhunderts eine Mühleerbaut, welche der Besitzer Ao. 1470 nebst aller Zubehörde dem Papiermacher Heinrich Walch-weiler von Zug verkaufte, der daselbst die erste Papiermühle zu Zürich errichtete, von welcherZeit an das Znselchen den Namen das Papiererwerd erhielt. 1532 wurde das Gebäude vondem Rath als sein Handleden neu erbaut und hierauf dem Eustachius Froschauer, Bruder desBuchdruckers Froschauer, verliehen, welch letzterer den Gewerb nach seines Bruders Tode 1549selbst übernahm. Die Papiermühle blieb in den Handen dieser Familie bis 1729; dann wurdesie dem Buchbinder Johannes Finsler verliehen, nach dessen Absterben 1755 in ein Erblehenverwandelt und als solches dem Zunftmeister Jakob Christoph Ziegllr beim Pelikan und seinenbeiden Brüdern käuflich überlassen. Jedoch behielt sich die Regierung unter den Gebäuden diesogenannte Silberstrecke vor, und es blieben ihr bezüglich auf die Unterhaltung der Wuhrungendes Papiererwerdes allerlei Verpflichtungen.
Para-iesmühle
hieß eine Mühle nebst Haus und Garten, die am rechten Ufer der Limmat , unterhalb der Stadtstand. Sie gehörte dem Freiherrn von Thengen, der sie Ao. 1371 -wem Johannes Kunz vonZürich verkaufte und dieser hierauf drei Jahre spater dem Kloster auf dem Zürichberq, bei
Chronik der Denkwürdigkeiten. , -