Schloß soll von den Zürichern unter der Anführung Graf Rudolfs v. Habsburg zerstört wordensein, und es finden sich nur noch ganz wenige Ueberreste von demselben. Die Nachkommen derEdelleute verarmten, wurden zu Bauern und einige siedelten sich nach Meilen über.
Ebertschweil
(oder Eberhardschweil), ein Dorf unweit Cappel und nahe an der Grenze des Kantons .Zug gelegen, gehörte ehemals zur Herrschaft Eschenbach oder Schwarzenburg. ES soll im Mittel-alter eigene Edelleute gehabt haben, welche Dienstleute der Freiherrn von Eschenbach waren;Burg und Geschlecht sind aber spurlos vergangen, die Güter fielen dem Kloster Cappel an-heim. Von dem Dorf gehört der eine klemere Theil mit 8 Häusern zur Pfarrei Cappel, derandere größere mit 20 Häusern zur Pfarrei Hausen. Beide Theile bilden zusammen nebsteiner Anzahl Höfe die Schulgenossenschaft Ebertschweil.
Ebmatingen.
Dorf und ehemalige Obervogtei.
Das Dorf Ebmatingen, das bloß 8 Häuser zählt und zu der Pfarrei Maur gehört, liegtaus der Höhe des BergS ob Maur . Die Vogtei über einen Theil des Dorfes wurde, seitdemdasselbe im fünfzehnten Jahrhundert von der Stadt Zürich erworben worden, durch den Land-vogt zu Greifensee , diejenige über den andern Theil bis 1798 durch den jeweiligen älternBürgermeister ausgeübt, dem alle Bußen und Gefälle gehörten, ohne daß er darüber Rechnungabzulegen hatte. In Schuldsachen gehörte das Dorf zum Stadtgericht, der Zehnten dem StiftEroßmünster. Als Merkwürdigkeit ist zu erwähnen, daß Ao. 1656 der damalige UntervogtZakob Trüb 12 lebende Söhne und Töchter bei einander hatte.
Edelleute
nannte man im Mittelalter, wie Professor Bluntschli aus einander setzt, diejenigen, welche sichdurch ritterlichen Gewerb gehoben hatten und dem eigentlichen und alten Adel an die Seitetraten. Sie waren ziemlich zahlreich über die Landschaft verbreitet, besonders als Vogtei- undGrundherren. Manche hatten sich aus bloßen Meiern zu Gerichtsherren aufgeschwungen. Immermehrere wurden aber durch die Gefahren des Krieges und aus Schutzbedürftigkeit genöthigt,das städtische Bürgerrecht anzunehmen, wodurch ihr Stand nicht erniedriget wurde.
Edelsitze.
Es gab im Umfang des Zürichgebietes eine sehr große Menge Edelsitze oder Schlösser vonmehrerer oder minderer Bedeutung, von denen jedes einzelne zwar in der Chronik an seinemOrt angeführt und beschrieben werden soll, indeß wollen wir hier ein Verzeichniß dieser Edel-sitze aufnehmen.
Solcher gab es:
1. In der Obervogtei Altstätten: Aesch .