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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
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wobei 4 Wohnhäuser, eine Scheune und ein Fabrikgebäude eingeäschert wurden. Die 'Assekuranz-vergütung betrug 4800 fl. Ein noch heftigerer Brand entstand am 9. Zuni im Dorf Lindau ,wobei 12 Behausungen und Scheunen niederbrannten und 11,500 sl. vergütet werden mußten.Am 13. Zuni brannte 1 Wohnhaus zu Flaach nieder, assekurirt für 1200 fl. Den 1. Zulientstand eine heftige Feuersbrunst zu First, Gemeinde Zllnau, wobei 3 Wohnhäuser undScheunen eingeäschert wurden. Die Assekuranzanstalt mußte 9700 fl. vergüten. Am 23.Zuli brannte zu Wyl bei Rafz ein Haus und Scheune nieder. Die sämmtlichen erwachsenenHausbewohner waren zur Zeit des Feuerausbruchs mit Feldarbeit beschäftigt und hatten zweischlafende Kinder zurückgelassen, welche durch den in einem benachbarten Hause anwesendenHebräer Salomon Guggenheim mit besonnenem Muth und lobenswertker Nichtachtung derGefahr aus dem brennenden Gebäude glücklich gerettet wurden. Am 25. August brannten zuUerschen, Gemeinde Bauma , 2 Wohnhäuser nebst einigen Scheunen und Speichern niederund mußte 3350 fl. vergütet werden. Bei dem Brand büßte ein 7 jähriges Mädchen das Lebenein. Die beiden Brandstifter, die Brüder Zakob und Rudolf Rügg wurden von dem Malefiz-gericht mit größtmöglicher Strenge zum Tode verurtheilt und am 28. Oktober mit dem Schwerthingerichtet. Bei dieser traurigen und schauderhaften Hinrichtung ereignete sich der Unfall, daßbei der Enthauptung des zweiten, Rudolf Rügg, der nachher verbrannt wurde, daS Schwertentzweibrach. Am 29. August brannte in Folge strafbarer Unachtsamkeit bei dem Dörrenvon Schwefelholz eine Behausung zu Dolketschweil ab und eine zweite wurde stark beschädigt.Am 1. September schlug der Blitz in eine Scheune zu Dürnten und äscherte dieselbe ein.Am 21. Oktober brannten zu Waltalingen 2 Behausungen, Scheunen und Stallungen niederund mußten 2300 fl. vergütet werden

Feuerthalen .

Marktflecken und Pfarrgemeinde, bis 1798 zu der Obervogtei Laufen gehörend.

Der Marktflecken Feuerthalen , welcher etwa 50 Häuser zählt, liegt am linken Ufer desRheins, der Stadt Schaffhausen gegenüber und zwischen beiden befindet sich die Brücke. Wegen desbedeutenden Verkehrs mit Schaffkausen zählt der Ort Viele, die Handwerke und Handelschaft trei-ben. Bis 1543 besaßen die Edeln von Fulach, Bürger von Schaffhausen , die Gerichtsbarkeit überden Ort, dann 1544 kaufte sie die Stadt Zürich für 7200 fl. Das Kloster Allerheiligen zuSchaffkausen, der Bischof von Konstanz, die Edeln Zmthurn, von Waldkirch , das Siechen-amt, die Familien Hün und Wieser besaßen Gerechtsamen, Grund und Boden zu Feuer-thalen. Schon seit dem Zahr 1528 walteten zwischen Schaffhausen und Zürich Streitig-keiten ob wegen des Anlandens der Schiffe zu Feuerthalen und des Ausladens von Waarenindem Schaffhausen immer behauptete, sein Hoheitsrecht dehne sich bis an das zürcherischeUfer des Rheines aus. Zm Zahr 1625 kaufte ein Graf von Pappenheim von David Werd-müller in Zürich das große Gut, das nachher durch Erbschaft an einen Fürsten von Fürsten-berg kam und das, ungeachtet es seit längerer Zeit ein Bürger von Feuerthalen besitzt, jetztnoch das Fürftengut heißt. Ao. 1690 wurde zu Feuerthalen ein Jahrmarkt angeordnet, der am18. August gehalten wird. Am 13. April 1799 litt Feuerthalen bedeutend, da die Oestreicher vonSchaffhausen her Haubitzgranaten hinüberschossen und damit den zunächst der Rheinbrücke liegenden