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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
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17661790 über Pflanzung des Holzes, Benutzung des Düngers, Mischung der Erdarten,geschickte Benutzung des Feldes, verbesserten Pflug, Wasserung, Trocknung von Sumpfland,Behandlung von Klee und Gras, Obst, Erdapfeln. Die Regierung gab zuweilen Geldunter-siützung und es wurden von der Gesellschaft Preisfragen ausgeschrieben und Zusammenkünftemit verständigen Bauern abgehalten, um landwirthschaftliche Fragen zu erörtern. Die ökono-mische Sektion, die botanische und die mathematische, hatten jede ihren eigenenVorsteher. Die Gesellschaft versammelte sich lange Zeit hindurch alle Montag Abend undjeder erste Montag eines Monats war zu Hauptabhandlungen, der zweite zu physischen undchemischen Versuchen, der dritte zu ökonomischen Gegenständen und der vierte zu Rezensionenund verschiedenartigen Handlungen bestimmt. Am Samstag versammelte sich die ökonomischeund am Freitag die militärisch-mathematische Kommission. Ao. 1768 wurden der Gesellschaftvom Rath die Güter, welche zu dem Haus zum Schimmel bei der Ziegelhütte zu Wiedikongehören, um einen jährlichen Zins von 50 Pfund überlassen, worauf sie sofort einen bota-nischen Garten dort anlegte, in dessen Mitte die Statue Konrad Geßners aufgestellt und indem nach und nach viele fremde Gewächse gepflanzt wurden. Es ward auch eine Wohnungfür den Gärtner eingerichtet und von dem weitläufigen Wiesland ein Theil dazu angewandt,Versuche mit allerlei Arten von Feldfrüchten zu machen. Die Gesellschaft besitzt einen schönenFond, eine ansehnliche, sich immer vermehrende Bibliothek, in der sich viele kostbare Kupfer-werke, die man sonst in Zürich nirgends hält, befinden, Instrumente, Maschinen, Naturalien,anatomische und Kräutersammlungen, eine astronomische Warte (früher aus dem Karlsthurm) undhat einen eigenen Abwart. Seit dem Jahr 1761 gab die Gesellschaft eine Sammlung von Ab-handlungen heraus, seit 1799 jährlich am Berchtoldstag Neujahrsstücke in Quartformat, welchemannigfaltige Gegenstände aus der Naturgeschichte schildern, die mit schönen Kupfern begleitetsind. Die Gesellschaft hielt sich durch alle Stürme der Zeit hindurch aufrecht und konstituirtesich im Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts wieder ganz neu.

Schützengesellschaft. Die Gesellschaft der Schützen auf dem Platz, zum Unterschied derBogenschützen aus dem Lindenkof so genannt, ist wahrscheinlich beinahe so alt wie der Ge-brauch der Schießgewehre, mit Bezug auf welche die alten Chroniken melden, daß das Schießenaus den Büchsen im Anfang des löten Jahrhunderts begonnen habe. Allein erst im folgendenJahrhundert entstand eine förmliche Schützengesellschaft, die im Jahr 1571 zunächst dem Platzam Ende der Kleinen Stadt an der Stelle eines schon vorhandenen ältern ein neues Schützen-haus baute. Die Gesellschaft bewahrte ein eigenes Panner, das Schützenpanner genannt,welches ihr die Obrigkeit anvertraut hatte, und nahm es in den Kriegszeiten mit sich. Sie hatteeigene Obleute, einen Schützenmeister und Sibner, welche sogar das Recht, gewisse Verbrecherzu strafen und einzuthürmen, besaßen. Zm Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts organisirtesich die Gesellschaft neu und an der Spitze derselben steht nun lediglich der Schützenmeister. DerZweck ist gegenwärtig bloß noch Uebung im Schießen mit dem Stutzer. Die Uebungen werdenauf dem sogenannten Schützenplatz gehalten.. Ein Mehreres über diese Gesellschaft kann manin Vogels Chronik vom Jahr 1841 oder auch in dem ArtikelSchützenhaus" nachlesen.

Studentengesellschast. Eine solche vereinigte sich im Zahr 1740 zu gegenseitiger Aus-munterung von Tugend und Fleiß, versammelte sich wöchentlich, hielt einen Lesezirkel, übte