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Hünikon.
Ein Dorf von etwa 30 Häusern in der Pfarrei Neftenbach , bei welchem im Mittelaltereine Burg der Edeln gleichen Namens stand, von denen eine, Williburga, im Anfang des13ten Jahrhunderts Vorsteherinn einer Sammlung geistlicher Schwestern zu Winterthur war,deS Rufes großer Frömmigkeit genoß und durch ihre Thätigkeit zu Gründung des KlostersSt. Katharinathal im Zahr 1242 beitrug; Heinrich, 1376 seßhaft zu Winterthur , Bürger zuZürich wurde. Es ist unbekannt, wann das Geschlecht und die Burg in Abgang gekommen.
Hüntwarrger».
Ein großes Dorf von etwa 80 Häusern in der Pfarrei Wyl auf dem Rafzerfeld, dicht ander Grenze von Deutschland gelegen. Schon im 12ten Jahrhundert besaßen die Bischöfe vonKonstanz die Dogtei und die Gerichtsbarkeit über den Ort und übergaben sie lehensweise anadeliche Familien, z. B. die von Thingen, die zum Thor, die von Stühlingen , am Lee u. s. f.Später kam die Herrschaft an die Freiherren Gradner, Herren zu Eglisau, 1496 an die StadtZürich , welche 1651 auch die Hoheit, Geleit und Forstrecht, kleine und große Zehnten vonden Grafen von Sulz ankaufte.
Hütten.
Dorf und Pfarrgemeinde, bis 1798 zu der Landvogtei Wädenschweil gehörig.
Das Dorf Hütten, welches bloß acht Häuser zählt, liegt im Richtenschweilerberg, un-weit der Sihl zunächst dem hohen Rechnen an einem kleinen See, der etwa 1000 Schrittelang und halb so breit ist und Las Hütten- oder Biber-, auch Wibetseelein genannt wird. DieFischenzen und die Krebse in demselben gehörten früher der Landvogtei zu Wädenschweil. DieGegend umher ist eine eigentliche Alpengegend und der Ort wird seit einiger Zeit häufig alsKurort besucht. — Hütten theilte in frühern Zeiten ganz die Schicksale von Wädenschweil undkam auch erst mit diesem im Zahr 1549 ganz unter die Botmäßigkeit der Stadt Zürich . Dadiese Gegend ganz nahe an den Gebieten von Schwyz und Zug liegt, so mußte sie in denReligionskriegen im litten und 18ten Zahrhundert vieles leiden. Zn dem Krieg von 1656 oderdem sogenannten Napperschweilerkrieg wurde von Zürich eine Wache von 50 Mann zur Be-schützung der Gegend von Hütten dahin gelegt. Am 11. Februar rückten aber die Katholischenvor, drängten die Zürcher nach kurzem Widerstand zurück, fielen in das Dorf Hütten ein,verbrannten die Kirche und 21 Häuser, begingen viele Grausamkeiten, verwüsteten die ganzeGegend und machten großen Raub. Als aber endlich die Zürcher sich sammelten und vorrückten,verließen die Feinde die verwüstete Gegend und die Zürcher äscherten dagegen einige Häuserim Kanton Schwyz ein. Belehrt durch diese Vorfälle wurden in dem folgenden Religionskrieg 1712die Grenzen besser verwahrt und im Umfang der Gemeinde Hütten zwei starke Schanzen, die eineob dem Dorf, die Hüttenschanze, welche gegenwärtig noch erkennbar ist, die andere eine Viertel-stunde von demselben entfernt, die sogenannte Bellenschanze, errichtet. Am 22. Heumonat machtendie Katholischen mit Andruck) deS Tages 2000 Mann stark einen Einfall. Zuerst wichen dieZürcher zurück, allein bei der Sternschanze that der Major Werdmüller, bei der BellenschanzeHauptmann Keller von Ohringen mit der hineingeworfenen Besatzung entschlossenen Wider-stand, bis der Rittmeister Eschmann mit Reiterei und einigen hundert Mann Fußvolk unter
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