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nach Gachnang gehörend. Die Erenzmarchen zwischen beiden Landschaften gehen mitten durchdas Schloßgebäude und zwar über den Herd der Küche, so daß der eine Theil desselben zuZürich, der andere zu Thurgau gehört. Auch erzählte man den Schwank, das zweifchläfigeBett des herrschaftlichen Ehepaars habe so gestanden, daß von ihm zugleich im Thurgau undim Zürichgebiet der Schlaf ausgeübt worden. Der Ort hatte im Mittelalter seine eigenenEdelleute, die wahrscheinlich im 14ten Jahrhundert ausstarben, nach deren Abgang das Schloßin verschiedene Hände kam, z. B. 1390 an die Edeln von Gachnang , 1529 an Ludwig Ryff,genannt Walther von Blydegg, 1536 an Hans von Greuth, 1566 an Joachim Zoner, genanntRüpli, von dessen Nachkommen es Ao. 1650 der Bürgermeister Kaspar Hirzel kaufte, in dessenFamilie es blieb, bis es 1742 der Statthalter Heinrich Escher durch Heirath erwarb, dessenNachkommen bis vor kurzer Zeit im Besitz desselben waren. — Die Gerichtsherrlichkeil desSchlosses, die bis 1798 bestand, dann aber wie alle andern erlosch, erstreckte sich über dieDörfer Kefikon , Zslikon und Horgenbach und über eine große Zahl von Leibeigenen, die schuldigwaren, den Fall und Laß, d. h. den zehnten Pfenning von allem, was das Feuer verzehrt undder Hagel verderbt, und jede Person jährlich ein Faßnachthuhn zu entrichten, ferner auch aufdas Recht der Jagdbarkeit, Tavernenrechte, Leibtagwen, Twinge, Dänne rc., auch hatte dieHerrschaft eine gebannte Trotte, wo alles Weingewächs ausgepreßt werden mußte. Die Gerichts-herren hatten auf dem jährlichen Gerichtsherrentag zu Weinfelden Sitz und Stimme. DerGerichtsherr hatte ein Gericht von zwölf Richtern sammt Weibel. Noch im Zahr 1765 ver-kaufte das Stift Großmünster den Gerichtsherren 900 thurgauische Leibeigene, mit Vorbehaltder Wiederlöfung. Die Hobeitsrechte über die Herrschaft standen bei der Landvogtei Kyburgund dieselbe gehörte zu dem ennern Amt derselben. — Das Schloß, welches seit 1798 nurnoch als Landsitz zu betrachten ist, besteht aus einem alten aus Tufsteinen erbauten Thurm undeiner schönen herrschaftlichen Wohnung, und es gehören dazu mehrere Oekonomiegebäude,Gärten und schöne Güter. — Von dem Dorf Kefikon gehören 18 Häuser zum Kanton Zürich .
Kemmaten
(oder Kämleten). Ein Bauernhof in der Pfarrei Zllnau auf der westlichen Höhe des Kemt-thals gelegen. Daselbst soll im Mittelalter eine Burg der Edeln gleichen Namens gestandensein, von deren Besitzern und deren Erlöschen nichts Näheres bekannt ist. Die Besitzungenderselben gingen später an Zürich über und die Regierung machte ein Staatslehen daraus.
Kernt oder Kempt.
Ein Flüßchen, welches am Stoffelberg entspringt, durch die Gemeinden Fehraltorf , Zllnauund Lindau fließt und sich eine Viertelstunde oberhalb dem Dorf Töß in die Töß ausmündet.Die Länge seines Laufes beträgt 3 Stunden und 50 Minuten. Es ist reich an Fischen undKrebsen. Die Fischen; in demselben gehörte ehemals zum Schloß Kyburg . Das Flüßchengibt dem Kemtthal den Namen, das beim Pfäffikersee den Anfang nimmt und sich bis nahean Töß hinzieht und welches unterhalb Zllnau ziemlich schmal und von steilen Abhängen be-grenzt ist.