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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
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linger und 1714 Andreas Engelhard. Die Kirche wurde an der Stelle einer Kapelle 1709neu erbaut, und es steuerte der Rath an die dießsälligen Kosten nebst einem Fenster mit demWappen der Stadt 300 Thaler. Ao. 1764 wurde dieselbe ein wenig renovirt, 1810 die Außen-seite der Kirche erneuert, der Thurm neu gedeckt und angestrichen. Das Pfarrhaus, inwelchem sich auch die Schulstube befand, wurde ebenfalls 1709 erbaut; es steht nebst der Kirchezuoberst im Dorf, auf einem Rebhügel.

Die Gemeinde Langnau gehörte während der helvetischen Periode und der Mediationszeitzum Distrikt und Bezirk Horgen , später zum Oberamt Wädenschweil.

Weiteres siehe die Artikel Feuersbrünste, Naturbegebenheiten u. a.

Laternen

zu Beleuchtung der Straßen wurden zu Zürich erst im Jahr 1778 eingeführt, jedoch damalsin sehr beschränktem Maß, nämlich bei der Hauptwache und dem Rathhaus; später wurde danneine zweite oben an der Marktgasse ausgehängt, welche durch die Besitzer der anstoßendenHäuser freiwillig unterhalten ward. Diesem gemeinnützigen Beispiele folgten nach und nachdie andern Quartiere der Stadt, bis dann im gegenwärtigen Jahrhundert die Straßenbeleuch-tung allgemein und von der Stadt besorgt wurde.

Laubberg

hieß ein Edelsitz in der Herrschaft Eglisau , von dem aber außer dem Namen nichts Näheresbekannt ist.

Laubegg

hieß ein Burgstall der Edeln gleichen Namens, der neben dem Dorf Rafz am Berg stand,jedoch so wie seine Besitzer spurlos untergegangen ist.

Laufen.

Schloß, Pfarrgemeinde und ehemalige Obervogtei.

Das Schloß Laufen liegt auf einem malerischen Kalkfelsen, dicht an dem berühmtenRheinfall, dem sogenannten Laufen, an der linken Seite des Stromes, eine Stunde vonder Stadt Schaffhausen entfernt. Es wurde im Mittelalter von eigenen Edelleuten bewohnt,welche den Grafen von Kyburg und denen von Thengen lehenspflichttg waren. Nach Erlöschungder Edeln von Laufen kam die Burg in der Mitte des 14ten Jahrhunderts an Heinrich vonUrzach, 1360 an die Amstad, an die von Teufen und endlich 14A0 an die von Fulach; 1441wurde sie wegen eines Streites über die Lehensherrschaft von Herzog Albrecht von Oesterreich mit Zuzug der Bürger von Winterthur belagert und dem Schlosse hart zugesetzt. Die kleineBesatzung, welche sich nicht mehr zu halten vermochte, ließ sich an Stricken über den Felsenhinab und entrann durch den Rhein schwimmend. Ein reisiger Knecht, der den Muth nicht ge-habt hatte, sich dem Wasser anzuvertrauen, blieb zurück, unterhandelte am Morgen im Namender Besatzung mit den Belagerern, die von der Flucht nichts gemerkt hatten, und erhielt freienAbzug, worauf der Herzog die Beste einem seiner Diener, genannt Hagenbuch, übergab, dener zum Vogt setzte. Allein dieser blieb nur kurze Zeit im Besitz der Burg, denn im Jahr 1452