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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
Entstehung
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431
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Jahrhundert stand zu Mönchaltorf ein Kirchgebäude, früher eine bloße Kapelle. Zm Thurmhängen zwei Glocken, von denen die eine die Zahrzahl 1402, die andere 1517 trägt. DasSchiff der Kirche wurde wahrscheinlich im Jahr 1609 gebaut, der Chor ist weit älter. ZmZahr 1767 ward die frühere Emporkirche erneuert und vergrößert und eine zweite gebaut.Das Pfarrhaus wurde 1709 an der Stelle eines Bauernhaufes, das man ankaufte, erbaut.Zm Zakr 1819 erbaute die Gemeinde ein Schulhaus, das etwa 5000 fl. kostete.

Die Gemeinde Mönchaltorf gehörte während der helvetischen Periode zum Distrikt Grü-ningen, während der Mediationszeit zum Bezirk Uster , später zum Oberamt Greifenfee.

Weiteres stehe die Artikel Feuersbrünste, Naturbegebenheiten u. f. f.

Mörsburg.

Ein Weiler von vier Wohnhäusern und ein Schloß in der Pfarrgemeinde Oberwinterthur,auf einer Anhöhe zwischen diesem Ort und Dynhard gelegen. Das Schloß soll von einemGrafen von Winterthur erbaut worden sein, und es sollen sich im 13ten Jahrhundert dieGrafen von Kyburg öfters daselbst aufgehalten, indeß das Schloß damals eigene Edelleute gehabthaben, welche steh Meyer von Mörsburg schrieben. Ehedem sollen daselbst zwei Burgen, nurdurch einen Graben geschieden, gestanden sein, wovon die eine 1386 zerstört worden sei. Von denMeyern kam die Burg an die Edeln von Goldenberg, welche ste am Ende des 14ten und im15ten Jahrhundert besaßen, hierauf an die Blaarer von Wartensee, von denen Hans dasSchloß im Zahr 1598 sammt den Gütern für 21,000 fl. an die Stadt Winterthur verkaufte,die dasselbe gegenwärtig noch besitzt und baulich unterhalten läßt, und es bis 1798 als einLehen der Grafschaft Kyburg durch ein Mitglied ihres Rathes verwalten ließ, später ver-pachtete. Das Schloß ist eines der wenigen in unserm Lande, die noch, wenigstens zumgrößern Theil, in ihrer ursprünglichen Bauart erhalten sind, und dessen Alter am besten ausden 16 Fuß dicken Mauern beurtheilt werden kann, die aus großen unbehauenen, vorspringendenSteinen zusammen gefügt sind. Von dem Schloß aus genießt man eine ziemlich ausgedehnteFernsicht gegen den Thurgau und den Bodensee hin.

Moosbrunnen.

Ein Bauernhof in der Pfarrei Einbrach, hinter dem Dorf Lufingen gelegen. Daselbststand einst eine Burg der Edeln gleichen Namens, welche Wohlthäter des Klosters zu Einbrachwaren, von denen übrigens nichts Näheres bekannt ist.

Moosburg .

Ein Dörfchen von neun Wohnhäusern in der Pfarrei Zllnau, zwischen da und Lindau gelegen. Daselbst stand im Mittelalter ein sehr festes Schloß der Edeln gleichen Namens, diespäter auch das Bürgerrecht zu Zürich besaßen, im Zahr 1386 aber nach der Schlacht beiSempach von den Zürchern bekriegt, und das Schloß von ihnen eingenommen und verbranntwurde. Bald nachher kam dasselbe an die zürcherische Familie Schivend, die es aus seinemSchutt wieder aufbauen ließ. Johannes Schwenk, nachheriger Seckelmeister, besaß es am