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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
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umfaßt 9 Dörfer, nämlich: Bühl , Huzikon, Neubrunnen, Oderhofen, Rahmsperg, Schmieb-rüti, Steinenbach, Tablat und Turbenthal , und nachstehende Weiler und Höfe: Altmühle,Deerberg, Berghof, Cappel, Freckmünd, Geeren, Goßweil, Gyrenbad, Halden, Häusli,Heerenbrunnen, Hinter-Scheuerst, Hofstetten , Käfer, Kählhof, Kalchegg, Kelleracker, Krin-nensperg, Kümberg, Landenberg , Lee, Leerüti, Neugrüth, Rank, Nengersweil, Ruppen, Sack,Scheuerst, Schläppli, Schlößli, Schnurrenberg, Schochen, Schreizen, Sitzberg, Sonnenberg,Spitzwies und Wilden. Diese Orte bilden 9 Schulgenofsenschaften, nämlich die obgenanntenDörfer ohne Seelmatten. Die Pfarrgemeinde, welche zu dem Elggauer - Kapitel gehörte,zählte am Ende des vorigen Jahrhunderts 1750 Seelen. Bor der Reformation waren in derGemeinde nebst dem Pfarrer 5 Kapläne. Nach der Reformation wurde im Zahr 1533 zurAushülse bei den pfarramtlichen Verrichtungen ein Diakonat errichtet. Die Kollatur ge-hörte ursprünglich dem Kloster St. Gallen und wurde von diesem im Zahr 1496 an Hansvon Breiten - Landenberg übergeben, dessen Nachkommen dieselbe bis vor wenigen Zährenbesaßen, in Folge dessen den Pfarrer und Helfer besolden und das Pfarrhaus und Helferei-gebäude unterhalten mußten. Die Pfründen wurden immer von dem ältesten Mitglied der FamilieLandenberg verliehen. Die ersten reformirten Pfarrer waren: 1523 Kaspar Gutter, 1525Marx Büchi, 1526 Johannes Zink; die ersten Diakone: 1533 Christoph Landenberger, 1546Ulrich Röust, 1551 Joseph Metteli. Die alterthümliche Kirche zu Turbenthal , welche einensehr hohen Chor hat, unter dem die von Breiten-Landenberg ihr Erbbegräbniß in einer beson-dern Gruft hatten, in der auch Wildhans ruht, und die einst mit herrlichen Glasmalereien geziertwar, wurde 1510 1512 erbaut, 1703 erneuert, 1660 eine ganz steinerne alte Kanzel, diean der Wand stand, beseitigt und eine andere errichtet, 1666 ein neuer Taufstein, 1765 eineEmporkirche gebaut. Das Pfarrhaus stand etwas näher der Kirche als das Helfereigebäudeund wurde 1570 und die nachfolgenden Zähre neu erbaut, zwischen 1750 1760 beträchtlichrenovirt, das Helfereigebäude, welches 1638 abbrannte, alsdann wieder neu aufgeführt.

Bis gegen Ende des vorigen Zahrhunderts hatte die ganze große Gemeinde nur 4 Schulen,nämlich zu Turbenthal , in der Behausung des Diakons, der selbst Schule halten mußte, zuNeudrunn, Kellersacker (Steinenbach) und Schmiedrüti. 1790 wurden zu Oberhofen undSeelmatten, 1796 zu Bühl , 1806 zu Rahmsperg, 1808 zu Huzikon und erst später auch zuTablat Schulen gegründet, 1812 zu Turbenthal ein Schulhaus erbaut, das circa 2200 fl.kostete. Die Gemeinde erhielt von der Kollatur einen Beitrag von 200 fl., womit die Ver-pflichtung des Diakons zum Schulbalten abgelöst wurde, und von der Regierung einen solchenvon 324 Franken.

Die Gemeinde Turbenthal gehörte nach Auflösung der alten Verhältnisse während der hel-vetischen Zeit zum Distrikt Elgg, später zum Bezirk und Oberamt Winterthur .

Turnier.

Auch zu Zürich sollen im Mittelalter zu den Zeiten der Ritter Turniere gehalten wordensein und zwar ein glänzendes im Zahr 1165 im Rennweg, bei welchem 14 Fürsten , 91 Gra-fen, 84 Freiherren , 133 Ritter und 300 Edelknechte zugegen gewesen seien.