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keine Aenderung zu bewirken vermochte, und wie dann eine solche unnatürliche Stellung einerRegierung ihrem Volke gegenüber den G. September mit seiner traurigen Katastrophe zur nothwendigenFolge hatte. Es kann nicht in dem Zwecke unserer gegenwärtigen Darstellung liegen, einen tiefemBlick in jenes schauerliche Gemälde eineinzuwerfen. Aber wohlthun muss es uns, zu dieserbiographischen Skizze — gleichsam als Schlussstein — hinzufügen zu können, dass unter denMännern, die in der Verwirrung jenes Tages Muth genug hatten, in die durch das Auseinander-gehen der Regierung entstandene Lücke einzutreten und mit dem Wagstücke des eigenen Lebensdem Volke die Schrecken einer Anarchie zu ersparen, auch Heinrich Escher war, der neben Hürlimann-Landis, Muralt, Hess, den beiden Sulzern und Meyer die provisorische Regierung bildete, die sichdurch die wunderbar schnelle Beruhigung- eines in so hohem Grade aufgeregten Volkes gewiss einVerdienst erworben hat, das in den Annalen Zürichs einen bleibend ruhmvollen Platz verdient.Die Anerkennung blieb nicht aus. Er wurde zum Mitgliede der neuen Regierung erwählt. Aberdas war es nicht, was er begehrt hatte. Sein Zweck war erreicht, dem Volke die Ruhe errungen,die es gesucht hatte. Wie gern gab er nun die weitere Leitung der Angelegenheiten in jüngereHände. Er behielt nur eine Zeit lang, weil es so gewünscht wurde, den Titel eines Mitgliedes derRegierung bei; an den Geschäften sollte er keinen Tlieil mehr nehmen. Die Vorsehung selbstscheint jene edelmüthige Aufopferung für die Ruhe des Vaterlandes als die Vollendung seinerLebensaufgabe bezeichnet zu haben. Denn nur allzubald trat nun eine lähmende und erschöpfendeKrankheit ein, die ihm alle Arbeit unmöglich machte und mit immer ernsteren Anzeichen auftrat,bis sie nach einem schmerzvollen Lager von einigen Monaten, aller Pflege und Sorge ungeachtet,zu unbeschreiblicher Trauer seiner Gattin, seiner 82 jährigen Mutter , seiner Söhne (von denen derältere von der kürzlich bezogenen Hochschule zu dem Sterbebette des Vaters zurückberufen wurde),seiner beiden Töchter und Aller, die ihm nahe standen, am 14. März 1840 die letzte Kraft diesesedeln Herzens brach. — „Es ist einer unserer Besten gestorben!“ hörte man unter den Bürgernseiner Vaterstadt urtheilen, als die Kunde seines Todes sich verbreitet hatte. Und das ausser-ordentlich zahlreiche Leichengeleite, an welchem namentlich auch viele Bewohner seines ehe-maligen Amtsbezirkes Theil genommen hatten, bewies, in wie Vieler Herzen dieser ehrenvolleAusspruch wiederklang.
XXII.
Wir sind am Schlüsse unserer Aufgabe angelangt; bevor wir jedoch unsere Feder weglegen,wollen wir uns noch einige Bemerkungen über den zweiten Theil dieser Familiengeschichte, dieGenealogie der Familie Escher vom Glas gestatten und hieran einige Mittheilungen schliessen, welchemehr in den Bereich der Statistik gehören.
Der Stammbaum des Geschlechtes ist in den Stammtafeln I bis XI niedergelegt, welchen zumleichteren Verständnisse des Zusammenhanges der verschiedenen Linien und Branchen eine Ueber-sichtstafel vorangestellt ist. Die Angaben beruhen, soweit sie sich auf den Zeitraum des XIV. bisXVI. Jahrhunderts erstrecken, auf den im Texte erwähnten urkundlichen Quellen. Von der Refor-mationszeit an bilden die bis vor Kurzem von der Geistlichkeit geführten, nunmehr in den Archivender Civilstandsämter befindlichen Register über Taufen, Eheschliessungen und Beerdigungen dieHauptgrundlage aller späteren genealogischen Arbeiten. Daneben kamen für unseren Zweck nochhauptsächlich in Betracht: Eine von 1509 bis ca. 1600 reichende Familienchronik (siehe Seite 29),einige gegen Ende des XVII. und im Beginne des XVIII. Jahrhunderts angelegte Familienstamm-bücher, sowie einige spätere Arbeiten dieser Art, z. B. ein sehr fleissig ausgeführtes Stammbuchvon Pfarrer Salomon Hess am St. Peter (im Besitz von Fräulein Pauline Escher im Kronenthor)und ein im Aufträge der Familie von dem städtischen Sekretär Holzhalb angelegtes Register.