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bergwerken von Angles in den Pyrenäen. Hier blieb er, bis er am 1. Mai 1857 als eidgenössischerMünzdirektor nach Bern berufen wurde. Mit vorzüglichen Fachkenntnissen und vieler Erfahrungausgerüstet, bekleidete er diese Stelle in trefflicher Weise bis zu seinem leider allzu früh erfolgtenTode (1879). Er bearbeitete ein historisches Werk, zu welchem ihn seine Stellung besondersbefähigte: „Schweizerische Münz- und Geldgeschichte von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart“(1. bis 4. Heft, Bern 1877—1879). Leider wurde die verdienstliche Arbeit durch den Tod desVerfassers unterbrochen. Albert Escher war Mitglied der schweizerischen historischen Gesellschaft,der Berner Künstlergesellschaft, sowie des Einwohnergemeinderaths von Bern, wo er 1878 dasBürgerrecht erwarb. Er hatte sich im Jahre 1861 mit Maria Platel von Bern (geb. 1840) ver-heirathet, aus welcher Ehe vier Töchter und ein Sohn hervorgingen, die noch alle am Leben sind.
XVIII.
Der Bürgermeister Heinrich Escher hatte zwei jüngere Brüder, Hans Conrad Escher (St. T. VIIINo. 66) *) und Hans Jakob Escher (St. T. VIII No. 67). Beide waren tüchtige Kaufleute, besondersder jüngere, Hans Jakob Escher, der sich ein bedeutendes Vermögen erwarb und wohl einer derreichsten Zürcher seiner Zeit war. Er bewohnte das väterliche Haus zum Weissen Wind auf derStüssihofstatt und besass auch das Schlösschen Susenberg auf dem Zürichberg, welches ihm durchseine Gattin Begula Rahn, eine Tochter des französischen Gardehauptmanns und Obersten Hans JakobRahn, zugekommen war. Er betheiligte sich auch an der Regierung und wurde 1678 Rathsherran der Stelle seines Bruders Heinrich, als dieser zum Bürgermeister gewählt wurde. Schon inseinem achtundvierzigsten Altersjahre wurde er blind, liess sich aber bis zu seinem Tode (1698)regelmässig in den Rath führen. Von seinen sieben Söhnen zogen zwei als Kaufleute nach Leipzig,wo sie ledigen Standes starben. Die Nachkommen des ältesten Sohnes Hans Jakob Escher (St. T. VIIINo. 80) siedelten in der Folge nach Halle, später nach Lyon über, blieben aber immer in Verbin-dung mit Zürich und erloschen erst um die Mitte des laufenden Jahrhunderts. Sie waren ohneAusnahme Kaufleute.
Besondere Erwähnung verdient Rathsherrn Hans Jakob Eschers vierter Sohn, Johannes Escher(St. T. VIII No. 82). In seiner Jugend trat er in Militärdienste, zuerst als Fähndrich im kaiser-lichen Regiment Bürkli, später in den Niederlanden. Als er in seine Vaterstadt zurückkehrte,betrat er die politische Laufbahn und stieg, nachdem er als Achtzehner von der Constaffel in denGrossen Rath gelangt war, rasch von Stufe zu Stufe, bis zum Mitgliede des geheimen Rathes undKriegsrathes. Mehrfach wurde er auch zu diplomatischen Geschäften verwendet, so 1707 anlässlichder bürgerlichen Unruhen zu Genf und 1713 zu Basel. Im Jahre 1697 hatte er sich mit der erstfünfzehnjährigen Esther Gossweiler aus dem Schönenhof 2 ), einer reichen Erbin, verheirathet, die ihmdieses Haus zubrachte. Siebzehn Kinder entsprossen dieser Ehe, von denen neun ein höheres Alterei’reichten. Vier Töchter waren an angesehene Männer verheirathet, wir nennen z. B. den Feld-marschall Lochmann und den Bürgermeister Hans Conrad Heidegger.
Auch Johannes Eschers Söhne und Enkel betheiligten sich zeitweise an der Regierung, soz. B. der Zunftmeister Hans Georg Escher, welcher in den 90er Jahren des vorigen Jahrhundertsdas Schloss Schwandegg erwarb; wir müssen jedoch über das Nähere auf die Angaben der Stamm-tafel VIII verweisen. Die ganze Linie erlosch im Mannsstamme mit Hans Georg Escher-Ott, Guts-herrn zu Schwandegg, Mitglied des Grossen Rathes, alt Oberrichter und Oberstlieutenant der Scharf-schützen, der im August 1834 starb.
9 Hieher gehört: MeXrj SMyajuxa, das ist Hochzeitgedichte Herrn Hans Conrad Escliern, wie auch JungfrauRegula Greblin. Pol. Zürich 1648.
2 ) Siehe auch: Pindische Herbstes-Prücht, gesamlet und aufgestelt auf das ansehenliehe Ehe- und Ehren-Fest desHerrn Johannes Eschers und der Jungfrau Ester Gossweilerin, in Wädensweil den 12. Weinmonat 1697. 4.
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